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Supermarkt-Preiserhöhung: So tricksen die Lebensmittelhersteller

wochentlich.deBy wochentlich.de6 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Supermarkt-Preiserhöhung: So tricksen die Lebensmittelhersteller
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Mogelpackungen erkennen

Zwölf Tricks: So verstecken Hersteller höhere Preise


Aktualisiert am 06.07.2026 – 14:21 UhrLesedauer: 4 Min.

Vergrößern des Bildes

Ein Wurstwarenregal in einem Supermarkt: Preiserhöhungen werden häufig über geringere Füllmengen an den Kunden weitergegeben. (Quelle: Martin Wagner via www.imago-images.de/imago-images-bilder)

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Lebensmittelhersteller tricksen mit allen Mitteln, um Kunden mehr Geld abzuknöpfen. Wie Sie solche Maschen im Supermarkt erkennen, lesen Sie hier.

Im letzten Jahr sind die Preise für Lebensmittel und Drogerieartikel stetig gestiegen. Das Ausmaß ist dabei für den normalen Verbraucher fast nicht zu überblicken, denn Hersteller und Händler haben ihre Tricks und Kniffe, um erhöhte Preise zu verschleiern.

Auf was Kunden im Supermarkt besonders achten müssen, hat die Verbraucherzentrale Hamburg aufgeschrieben. Das sind die zwölf Preistricks der Lebensmittelhersteller.

1. Der Shrinkflation-Trick

Achten Sie beim Einkaufen auf Gewicht und Füllmenge? Wenn nicht, sollten Sie es ab jetzt vielleicht doch öfter tun. Denn die sogenannte Shrinkflation – bei gleicher Packungsgröße und identischem Preis schrumpft der Inhalt eines Produkts – ist derzeit die beliebteste Masche, um Kunden mehr Geld abzuknöpfen.

Ein Beispiel: Das Unternehmen Katjes verringerte die Füllmenge vieler Fruchtgummi-Packungen von 200 auf 175 Gramm. Das verteuerte die Süßigkeiten um mindestens 14 Prozent.

2. Der Mehr-drin-Trick

Mehr drin und noch mehr bezahlen: Ein Produkt mit mehr Inhalt suggeriert zunächst ein Schnäppchen, wird aber zu einem deutlich höheren Preis verkauft. So wirbt Campari für seinen Aperol Spritz mit dem Hinweis „Neu jetzt mit mehr Inhalt“, aber unterm Strich ist das Mixgetränk 31 Prozent teurer, denn der Preis ist überproportional gestiegen.

3. Der Günstiger-Trick

Um den Günstiger-Trick zu enttarnen, braucht es schon Marktbeobachter wie die Verbraucherschützer. Denn sie haben Preis-Gewichtsverhältnisse genau im Blick. Beim Günstiger-Trick wird bei einem Produkt nicht nur die Füllmenge gesenkt, sondern auch der Preis. Dabei entspricht der Preisnachlass aber nicht dem reduzierten Inhalt.

Ein Beispiel: Beim Bio-Fencheltee von Aldi hat der Hersteller den Inhalt von 75 auf 40 Gramm reduziert, und der Preis sinkt von 1,49 Euro auf 1,19 Euro. Das entspricht aber trotzdem einem Preisaufschlag von 50 Prozent.

  • Lesen Sie auch: Aldi-Produkt wurde besonders dreist im Preis erhöht

4. Der Weniger-drin-und-teurer-Trick

Jetzt wird’s richtig dreist: Beim Weniger-drin-und-teurer-Trick sinkt nicht nur die Füllmenge eines Produkts, sondern es wird zusätzlich der Preis erhöht. Auf diese Weise fällt der Preisanstieg deutlich höher aus.

Ein Beispiel: Die Mundspülung Listerine Total Care. Der Inhalt schrumpfte von 600 auf 500 Milliliter, der Preis stieg vermeintlich moderat von 4,45 Euro auf 4,95 Euro. Die doppelte Preiserhöhung beträgt damit fast 34 Prozent.

5. Der Händler-Trick

Ein und dasselbe Produkt geht bei verschiedenen Einzelhändlern in Packungen mit abweichenden Füllmengen in den Verkauf – allerdings zum gleichen Preis.

Ein Beispiel: Die Lachgummis von Storck kosten bei Rewe und Budni 1,19 Euro, aber die Packung beim Drogeriehändler Budni hat 50 Gramm weniger Inhalt.

6. Der Sammelpack-Trick

Ein Karton mit mehreren Artikeln? Das kann doch nur ein Schnäppchen sein. Falsch gedacht. Sammelpackungen werden von Herstellern genutzt, um Produkte scheinbar preisgünstig, jedoch im kleineren Format anzubieten.

Ein Beispiel: Der Inhalt des Oreo-Eis-Sammelpacks von Froneri schrumpfte 2023 von vier auf drei Stieleise mit jeweils 90 statt 110 Millilitern Eis. 63 Prozent teurer wurde die Eispackung dadurch bei gleichem Verkaufspreis.

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