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In England dürfen Autos direkt auf den Strand

wochentlich.deBy wochentlich.de6 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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In England dürfen Autos direkt auf den Strand
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Energiekonzern zahlt

Mit dem Auto gratis bis auf den Strand – hier ist das möglich


06.07.2026 – 11:20 UhrLesedauer: 2 Min.

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Holzleuchtturm in Burnham (Somerset): Hier kann der Strand bei Ebbe bis zu einen Kilometer breit sein. (Quelle: Chris Parratt)

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Wie wäre es wohl, mit Kind und Kegel im Auto bis direkt ans Meer zu fahren. In Sommerset (England) gibt es dieses Erlebnis gratis.

Mit dem Auto direkt an den Strand fahren und kostenlos parken? Was an den meisten europäischen Küsten längst verboten ist, wird in einem Badeort in England jetzt ausdrücklich erlaubt. Der Somerset Council hat die Parkgebühren an den Stränden von Brean und Berrow am Bristolkanal bis Oktober ausgesetzt. Die Maßnahme soll nach der Schließung eines großen Ferienparks mehr Urlauber anlocken und der angeschlagenen Wirtschaft vor Ort helfen.

Finanziert wird das kostenlose Parken vom Energiekonzern EDF Energy, der vor Ort das Atomkraftwerk Hinkley Point C errichtet. Das Unternehmen will damit die Folgen der Schließung des Ferienparks Pontins abmildern und sich bei den örtlichen Geschäftsleuten beliebt machen, berichtet die BBC. Der Ferienpark war vor drei Jahren geschlossen worden. Das Gelände mit seinen 600 Ferienhäusern dient inzwischen als Unterkunft für rund 900 Bauarbeiter und Ingenieure. Dem örtlichen Nachrichtenportal burnhamonsea.com zufolge führt die „Besetzung von Pontins durch EDF Energy“ zu jährlichen Verlusten in Höhe von rund 21 Millionen Pfund für die lokale Tourismuswirtschaft

Bis zu ein Kilometer breiter Strand

Blick auf Brean Down am Bristolkanal: Die trichterförmige Meeresbucht mündet im Atlantischen Ozean.Vergrößern des Bildes
Blick auf Brean Down am Bristolkanal: Die trichterförmige Meeresbucht mündet im Atlantischen Ozean. (Quelle: IMAGO/Dave Porter / Avalon)

Bislang kostete das Parken an den Stränden von Brean und Berrow für einen Tag umgerechnet rund zehn Euro (8,40 Pfund). Die Tourismusorganisation Discover Brean hofft, dass die neue Regelung mehr Besucher in die Region lockt und davon Attraktionen, Geschäfte sowie Hotels und Restaurants profitieren. Die Geschäftsleute vor Ort sind gespalten. Viele freuen sich, dass ein Extra-Anreiz für Urlauber und Ausflügler geschaffen worden ist. Andere finden nicht, dass genug getan wird.

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Ein Auto am Strand von Ording.
Ein Auto am Strand von Ording. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Wolfgang Diederich)

Wissenswert

St. Peter-Ording an der Nordsee gilt als einziger großer Autostrand Deutschlands. Dort dürfen Besucher auf ausgewiesenen Strandabschnitten (Ording und Böhl) tatsächlich mit dem Auto direkt auf den Sand fahren und parken. Das ist aufgrund des außergewöhnlich breiten Strandes von bis zu zwei Kilometer möglich. Die Tagestickets kosten in Ording 15 Euro und in Böhl 9 Euro.

Was den Küstenabschnitt im Südwesten Englands so besonders macht? Brean und Berrow bilden zusammen mit elf Kilometern Länge einen der längsten Sandstrände Europas. Er ist aufgrund des extrem hohen Tidenhubs von bis zu elf Metern zeitweise auch extrem breit. Zieht sich das Meer bei Ebbe zurück, erreicht der Strand streckenweise eine Breite von über einem Kilometer.

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