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Lifestyle

Dieser Effekt überrascht viele Ernährungsexperten

wochentlich.deBy wochentlich.de4 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Dieser Effekt überrascht viele Ernährungsexperten
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Gut für Ihre Gesundheit

Besser keine frisch gekochten Nudeln essen


Aktualisiert am 04.07.2026 – 10:39 UhrLesedauer: 3 Min.

imago images 135029468Vergrößern des Bildes

Pasta: Am besten kochen Sie Nudeln einen Tag im Voraus. (Quelle: Francesco Perre via www.imago-images.de/imago)

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Erkaltete und wieder aufgewärmte Nudeln haben einen überraschenden Vorteil gegenüber frisch gekochten: Sie beeinflussen die Darmflora positiv.

Kartoffeln vom Vortag haben einen guten Ruf. Ihre Nährstoffwerte sollen nach dem Abkühlen und erneuten Aufwärmen deutlich besser sein. Doch auch bei einer anderen, sehr beliebten Beilage ist das der Fall.

Und zwar bei Nudeln. Kühlen sie ab, bildet sich in ihnen – ebenso wie in Kartoffeln – sogenannte resistente Stärke. Dahinter steckt ein wertvoller Baustoff, der für den Dünndarm nahezu unverdaulich ist. Und genau das macht ihn so wertvoll: Denn dadurch dient er im Dickdarm den Darmbakterien als Nahrung und unterstützt somit den Aufbau und den Erhalt einer gesunden Darmflora.

Was ist resistente Stärke?

Stärke im Allgemeinen ist im biochemischen Sinne ein sogenannter Mehr- oder Vielfachzucker und zählt zu den Kohlenhydraten. Sie kommt in Kartoffeln, Reis, Getreidekernen, Hülsenfrüchten, Mais und Samen vor. Damit der menschliche Organismus sie verwerten kann, muss sie zerkaut oder erhitzt werden.

Geht man nun noch einen Schritt weiter und lässt das stärkehaltige Lebensmittel nach dem Erhitzen abkühlen und erhitzt sie dann wieder, entsteht resistente Stärke. Der Grund: Nach dem Abkühlen und Wiederaufwärmen ordnen sich die Stärke-Moleküle neu an. So können die menschlichen Verdauungsenzyme sie aber nicht mehr verwerten. Resistent bedeutet in diesem Zusammenhang also widerstandsfähig gegenüber den Verdauungsenzymen. Sie wandern als Ballaststoff in den Dickdarm. Die Folge: Das Sättigungsgefühl bleibt länger erhalten.

Es gibt noch einen weiteren positiven Effekt: Mithilfe der resistenten Stärke entstehen im Dickdarm zum Beispiel gesundheitsfördernde Fettsäuren. Zum Beispiel Buttersäure (Butyrate). Sie unterstützen die Dickdarmschleimhaut und stärken das Immunsystem des Darms.

In diesen Lebensmitteln steckt resistente Stärke

Nicht nur Pasta und Kartoffeln bilden nach dem Abkühlen den gesunden Ballaststoff. Auch in anderen Lebensmitteln gibt es diesen Nährstoff:

  • Reis: am Vortag gekocht und im Kühlschrank abkühlen lassen (Wichtig, um Darmerkrankungen zu vermeiden).
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen und Bohnen sind besonders gut, wenn sie nach dem Kochen kalt verzehrt werden.

Übrigens spielt es keine Rolle, ob die Nudeln pur oder als Nudelauflauf gegessen werden. Auch Kartoffeln im Kartoffelsalat haben denselben positiven Effekt auf die Darmflora wie 12 Stunden erkaltete Pellkartoffeln.

Wie lange müssen Kartoffeln und Nudeln abkühlen, um resistente Stärke zu bilden?

Bis sich der wertvolle Ballaststoff in den kohlenhydratreichen Lebensmitteln gebildet hat, dauert es zwischen 12 und 24 Stunden. Die gute Nachricht: Erneutes Erhitzen zerstört die resistente Stärke nicht.

  • Darmerkrankung vermeiden: Nudeln von gestern? Welchen Fehler nun viele machen

Wo gibt es noch resistente Stärke?

Neben ganzen und gemahlenen Getreidekörnern steckt resistente Stärke auch in Bananen oder Maisstärke.

Steckt resistente Stärke auch in Haferflocken?

Ja. In 100 Gramm Vollkornhaferflocken sollen bis zu 11,5 Gramm stecken. Zum Vergleich: In Hülsenfrüchten sind es 10 Gramm, in wenig gereiften Bananen 4,7 Gramm und in gegarten Kartoffeln 4 Gramm.

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