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Finanzen

Autolöwen-Autohäuser schließen – ein Standort wird gerettet

wochentlich.deBy wochentlich.de2 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Autolöwen-Autohäuser schließen – ein Standort wird gerettet
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100 Mitarbeiter betroffen

Insolvenz: Sieben Autohäuser schließen – nur ein Standort wird gerettet

Aktualisiert am 02.07.2026 – 08:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Fiat-Logo (Symbolbild): Eine Autohauskette ist insolvent. (Quelle: FrankHoermann/SVEN SIMON, via www.imago-images.de/imago)

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Über 200 mögliche Käufer wurden angesprochen, doch für sieben von acht Standorten fand sich niemand. Die insolvente Autohausgruppe Autolöwen stellt den Betrieb weitgehend ein.

Sieben der acht Standorte der Autohausgruppe Autolöwen haben nun geschlossen – rund 100 Beschäftigte verlieren ihren Job. Nur der Standort in Aalen wurde verkauft und bleibt inklusive der etwa 30 Arbeitsplätze erhalten, wie unter anderem die „Automobilwoche“ berichtet.

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Die Autolöwen GmbH mit Sitz in Schwäbisch Hall vertrieb seit mehr als 30 Jahren Fahrzeuge der Marken Peugeot, Citroën, Opel und Fiat und beschäftigte zuletzt rund 180 Mitarbeitende. Etwa 50 Mitarbeitende hatten das Unternehmen bereits mit Aufhebungsverträgen verlassen. Im April hatte die Gruppe einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum 1. Juli eröffnete das Gericht das Verfahren – Insolvenzverwalter Dr. Markus Schuster von der Kanzlei Schultze & Braun übernahm die Regie.

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Den Aalener Standort hat die Widmann-Gruppe übernommen. Alle 33 Beschäftigten dort behalten ihren Arbeitsplatz, die bisherigen Ansprechpartner sowie das Markenportfolio bleiben erhalten. „Der Erhalt des Autohauses und der Arbeitsplätze ist eine gute Nachricht in diesem Verfahren“, sagte Insolvenzverwalter Schuster laut der „Schwäbischen Post“. Für die übrigen insgesamt sieben Standorte in Schwäbisch Hall, Crailsheim, Heilbronn, Ludwigsburg und Öhringen blieb die Käufersuche ohne Ergebnis.

Kunden kaufen aktuell weniger Autos

Schuster hatte nach eigenen Angaben mehr als 200 potenzielle Interessenten angesprochen, mit 19 davon fanden vertiefte Gespräche statt, neun legten konkrete Angebote vor. In Crailsheim und Schwäbisch Hall scheiterten mögliche Lösungen, weil sich Vermieter und Interessenten nicht einigen konnten. In Öhringen zog sich ein Interessent zurück, für Heilbronn und Ludwigsburg gingen keine Angebote ein. „Die Schließung ist daher aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu vermeiden“, erklärte Schuster den Berichten zufolge.

Als Ursachen für die Schieflage nannte Schuster unter anderem eine ausgeprägte Kaufzurückhaltung bei privaten und gewerblichen Kunden, die dazu geführt habe, dass Fahrzeuge teils unter dem Einkaufspreis verkauft werden mussten. Besonders elektrische Leasingrückläufer seien für das Unternehmen zum Problem geworden. Hinzu kamen gestiegene Kosten für Personal, Energie und Kraftstoffe. Der Umsatz der Gruppe hatte zuletzt im mittleren zweistelligen Millionenbereich gelegen.

Die Insolvenzen im Autohandel häufen sich: Laut Michael Ziegler, Präsident des baden-württembergischen Kfz-Gewerbes, hat sich die Zahl der Großinsolvenzen im Autohandel – bei Betrieben mit mehr als zehn Millionen Euro Umsatz – von elf auf 32 verdreifacht, wie die „Automobilwoche“ berichtet.

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