Tankrabatt endet
Warum Sie jetzt keinen Sprit zu Hause bunkern sollten
Aktualisiert am 30.06.2026 – 07:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit dem Ende der Steuervergünstigungen dürften Benzin und Diesel wieder teurer werden. Doch lohnt es sich, jetzt Kraftstoffe auf Vorrat zu kaufen?
Nach zwei Monaten läuft der sogenannte Tankrabatt heute aus. Der Preis für Benzin und Diesel dürfte dadurch morgen deutlich steigen. Denn für Sprit, der am 1. Juli das Tanklager oder die Raffinerie verlässt, gilt dann wieder die alte, höhere Steuer. Inklusive Mehrwertsteuer macht das 16,7 Cent pro Liter aus.
Der Tankstellenverband bft erwartet, dass sich das an den Zapfsäulen erst morgen Mittag bemerkbar macht. Denn die Preise dürfen nur um 12 Uhr mittags angehoben werden, nicht um Mitternacht, wenn der Steuerrabatt endet.
Eine Frage rückt in den Fokus: Lohnt es sich, günstigen Sprit auf Vorrat zu kaufen?
- Übersicht: Das dürfen Sie nicht in der Garage lagern
Was beim Lagern überhaupt erlaubt ist
Grundsätzlich dürfen Privatpersonen Kraftstoff lagern – allerdings nur in begrenzten Mengen. Für Benzin liegt die Grenze in den meisten Fällen bei 20 Litern, für Diesel bei bis zu 200 Litern. Der Unterschied hat technische Gründe: Diesel ist schwerer entflammbar als Benzin. Deshalb gelten hier weniger strenge Mengenbeschränkungen.
Welche Kanister erlaubt sind
Kraftstoffe dürfen nur in speziell zugelassenen Reservekraftstoff-Kanistern gelagert werden. Diese müssen luftdicht, bruchsicher und entsprechend gekennzeichnet sein. Erkennbar sind sie an ihrer RKK-Zulassung und einem Flammensymbol. Wichtig ist, dass die Kanister den DIN-Normen entsprechen: Für Kunststoffkanister gilt die DIN 16904, für Metallkanister die DIN 7274. Kunststoffkanister sollten außerdem alle fünf Jahre erneuert werden, da sie mit der Zeit spröde werden können. Eine auf dem Kanister eingeprägte Nummer gibt Auskunft über das Alter.
Andere Behälter sind ungeeignet – weil sie häufig nicht dicht genug schließen oder den Kraftstoff angreifen können.
Warum das Lagern dennoch riskant ist
Selbst bei Einhaltung der Vorschriften bleibt die Lagerung nicht ohne Risiko. „Das private Einlagern von Benzin oder Diesel ist weder wirtschaftlich sinnvoll noch empfehlenswert“, sagt Marcel Schauffler vom TÜV Thüringen. Ein Problem sind austretende Dämpfe. „Bei falscher Handhabung können giftige Dämpfe austreten oder gar ein explosives Luftgemisch entstehen“, warnt der Experte. Zudem untersagen viele Vermieter die Lagerung aus Brandschutzgründen.
Kaum Ersparnis trotz günstiger Preise
Auch finanziell ist das Bunkern wenig attraktiv. Die maximal erlaubten 20 Liter Benzin entsprechen selbst bei kleineren Fahrzeugen oft nur etwa einer halben Tankfüllung. Der mögliche Preisvorteil bleibt entsprechend gering.
