Wegen Frage zu Bastian Schweinsteiger
Jürgen Klopp bricht Interview ab
Aktualisiert am 26.06.2026 – 08:06 UhrLesedauer: 2 Min.
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Jürgen Klopp wird bei einem Medientermin zu Aussagen von Bastian Schweinsteiger gefragt. Der ehemalige BVB-Trainer schimpft – und verlässt das Gespräch.
Jürgen Klopp hat ein Interview während eines Medientermins in New York frühzeitig beendet. Das geht aus einem Video der „Deutschen Welle“ hervor. Demnach stellte eine Journalistin der „Deutschen Welle“ eine Frage zu Bastian Schweinsteiger und dessen Äußerungen zum Fußball der Elfenbeinküste gegen die deutsche Nationalmannschaft.
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Doch schon während die Journalistin ihre Frage formulierte, unterbrach sie Klopp. „Und jetzt wollen Sie dieses Thema weiterdrehen.“ Im Anschluss machte der ehemalige Trainer von Liverpool und Borussia Dortmund klar, dass er auf diese Frage nicht antworten werde.
Bastian Schweinsteiger hatte im Rahmen des deutschen Gruppenspiels gegen die Elfenbeinküste für Aufsehen gesorgt, indem er die Spielweise des deutschen Gegners als „wild“, „unorthodox“, „nicht ganz so taktisch“ und ganz generell als „afrikanischen Fußball“ bezeichnete.
Kritik an Schweinsteiger nach Deutschland-Spiel
Im Anschluss wurde Schweinsteiger für seine Aussagen kritisiert. Journalist und Autor Philipp Awounou erklärte in einem Gastbeitrag im „Spiegel“ den historischen Hintergrund der Worte: „Damals wurden schwarze Menschen afrikanischer Herkunft als unzivilisiert („wild“), andersartig („unorthodox“) oder auch potenziell gefährlich („unberechenbar“) stigmatisiert.“
Awounou betonte außerdem, Schweinsteiger sei kein Rassist, bezeichnete seine Äußerungen jedoch als „problematisch“. In der Interview-Situation in New York machte Klopp unterdessen klar, dass er nicht wisse, was er zu dieser Situation sagen könne: „Es ist ein ernstes Thema und ich weiß nicht mal, was hier eine angemessene Äußerung ist. Für Menschen aus Afrika ist es das eine, für andere Menschen etwas anderes.“
Abschließend betrachtete er das Mikrofon der Fragestellerin, entdeckte das Logo der „Deutschen Welle“ und stellte in einem ironischem Ton fest: „Und überraschenderweise sind Sie deutsch. Das überrascht mich so sehr.“ Mit einem sarkastischen Lächeln und einer Daumen-hoch-Geste bedankte er sich, drehte sich weg und brach das Interview ab.
