Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Selenskyj droht Putin mit neuer Langstreckendrohne
Aktualisiert am 22.06.2026 – 16:44 UhrLesedauer: 4 Min.

Die Krim-Hafenstadt Sewastopol sagt Open-Air-Veranstaltungen ab. Selenskyj spricht über neue ukrainische Drohnen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Manöver an der Nato-Ostflanke: Pistorius will notfalls Soldaten für Litauen verpflichten
4.800 deutsche Soldaten sollen bis Ende 2027 in Litauen stationiert werden. Der Verteidigungsminister setzt auf Freiwilligkeit. Er räumt aber ein, dass er damit wohl an Grenzen stoßen wird. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Selenskyj droht Putin mit neuer Langstreckendrohne
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zu dem Angriff auf eine russische Ölraffinerie in der Region Tjumen in Westsibirien geäußert. Die Entfernung zum Ziel habe rund 2.070 Kilometer betragen, sagte Selenskyj in einem Interview. Die tatsächlich geflogene Route der neuen ukrainischen Drohnen habe sogar bei etwa 2.500 Kilometern gelegen.
Selenskyj wertete den Angriff als Beleg für die wachsende Reichweite ukrainischer Waffensysteme. Die neuen Drohnen könnten künftig Distanzen von 3.000 Kilometern und mehr zurücklegen. Ziel sei es, auch weit entfernte militärische Fabriken, Öllager, Gasdepots und andere strategisch wichtige Anlagen in Russland erreichen zu können: „Wir wissen, wo sie sind.“
Die Ukraine arbeite deshalb weiter an Systemen mit größerer Reichweite, sagte Selenskyj. Man brauche Werkzeuge, die Ziele in größerer Entfernung treffen könnten. Diese würden derzeit entwickelt.
Fabrik in Russland brennt nach Raketenangriff
In der westrussischen Millionenstadt Woronesch ist offiziellen Angaben nach eine Fabrik bei einem Angriff mit Marschflugkörpern beschädigt worden. „Zum derzeitigen Moment ist bekannt, dass es drei Verletzte gibt, davon ist einer schwer verletzt“, schrieb Woroneschs Gouverneur Alexander Gussew bei Telegram. Seiner Darstellung nach hat die Flugabwehr mehrere „fliegende Hochgeschwindigkeitsziele“ über der Stadt entdeckt und vernichtet, zugleich räumte er aber auch Schäden in den Produktionshallen eines Unternehmens ein. Darüber hinaus seien die Fassaden mehrerer Wohnblocks und eine Reihe von Autos zu Schaden gekommen, schrieb er.
Im Video | Ukraine trifft wichtiges russisches Ziel
Player wird geladen
Gussew gab keine Details zu dem Unternehmen bekannt. Der ukrainische Generalstab bestätigte später in einer Mitteilung den Angriff. Demzufolge wurde eine Fabrik getroffen, die elektronische Bauteile für Raketen produziert. „Der zerstörten Kapazitäten des Objekts verschlechtern die Fähigkeit Russlands erheblich, neue Raketen zu produzieren“, hieß es. Zum Einsatz seien luftbasierte Marschflugkörper gekommen. Diese werden von Flugzeugen verschossen. Kiew verfügt über Storm Shadow aus britischer Produktion.
