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Finanzen

Kürzungen bei Mütterrente, Rentenerhöhung und Elterngeld nötig

wochentlich.deBy wochentlich.de17 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Kürzungen bei Mütterrente, Rentenerhöhung und Elterngeld nötig
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Elterngeld und Rente im Fokus

Ifo: Regierung soll Mütterrente um 50 Prozent kürzen


Aktualisiert am 17.06.2026 – 04:30 UhrLesedauer: 3 Min.

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Die Bundesregierung weitet die Mütterrente aus: Das halten Ökonomen für einen Fehler (Fotomontage). (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON/imago)

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In der Finanzplanung des Bundes für die kommenden Jahre klaffen Milliardenlücken, zugleich steigt die Staatsverschuldung. Eine Studie liefert nun Lösungen.

Das Ifo-Institut schlägt zur Konsolidierung des Bundeshaushalts massive Einsparungen vor – und bringt unter anderem Kürzungen bei Elterngeld und Mütterrente ins Spiel. In einer Analyse zu Einsparmöglichkeiten im Bundeshaushalt ist in Bezug auf das Elterngeld die Rede von einer merklichen Absenkung der Einkommensgrenze auf 50.000 Euro.

„Dadurch würde der Kreis der Anspruchsberechtigten deutlich eingeschränkt und die Leistung stärker auf Haushalte mit niedrigen Einkommen konzentriert“, heißt es in der Untersuchung, die das Institut im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt und auf einer Veranstaltung in Berlin vorgestellt hat.

Rente im Fokus: Kürzung der Mütterrente empfohlen

Darüber hinaus empfehlen die Ökonomen eine Anpassung der Rentenerhöhungen an die Inflation, statt sie wie bisher an der Lohnentwicklung zu orientieren. Ähnliches hatte im Mai auch schon der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („Wirtschaftsweisen“) empfohlen.

Auch die Kürzung der – gerade erst ausgeweiteten – Mütterrente um 50 Prozent über vier Jahre wird vorgeschlagen. Pro Kind und Jahr erhalten Eltern, die beruflich zur Kindererziehung zurückstecken mussten, 42,52 Euro brutto extra als Rente. Insgesamt können pro Kind drei Jahre Erziehungszeit angerechnet werden.

Änderungen bei der Mütterrente und Elterngeld sparen viel Gel

Laut Analyse ließe sich die Finanzsituation des Bundes bis 2030 um jährlich bis zu 60 Milliarden Euro verbessern. Demnach könnte der Bund rund 54 Milliarden Euro durch Änderungen bei der Rentenversicherung, dem Elterngeld und durch den Abbau von Subventionen erzielen. Weitere sechs Milliarden wären durch „wachstumswirksame Investitionen“ zu erreichen.

„Nur wenn der Bundeshaushalt konsolidiert wird, kann Deutschland verhindern, dass Nettokreditaufnahme und Staatsschulden in den nächsten Jahren enorm ansteigen“, so Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Anpassungen beim Elterngeld brächten drei Milliarden Euro, die Anpassung der Renten an die Inflationsrate zusammen mit der Kürzung der Mütterrente würde bis 2030 rund 20 Milliarden sparen.

Kürzung beim Elterngeld käme ärmeren Haushalten zugute

Das Elterngeld ist ein Einkommensersatz für Mütter und Väter, wenn sie für die Kinderbetreuung eine Auszeit von der Arbeit nehmen. Die Einkommensgrenze liegt aktuell bei 175.000 Euro. Das Elterngeld beträgt in der Regel 65 Prozent des vorherigen Nettolohns des Beziehers. Der Mindestbetrag sind 300, der Höchstbetrag 1.800 Euro im Monat. Im laufenden Jahr stellt der Bund rund 7,5 Milliarden Euro für das Elterngeld bereit.

Der Analyse zufolge würde die Kürzung des Elterngeldes dazu führen, dass vor allem ärmere Haushalte die Unterstützung bekämen.

Die CSU hatte eine Ausweitung der Mütterrente ab 2028 in der Koalition durchgesetzt. CSU-Chef Markus Söder lehnt Änderungen ab.

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