Auch ein Ex-Bayern-Spieler trifft
Herber Dämpfer: Türkei patzt zum WM-Auftakt
Aktualisiert am 14.06.2026 – 08:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Türkei qualifiziert sich erstmals seit 2002 wieder für eine Weltmeisterschaft. Die Rückkehr auf die Bühne misslingt der Elf um Hakan Çalhanoğlu allerdings.
Die Türkei hat ihr WM-Comeback nach 24 Jahren verpatzt und gegen Australien eine Niederlage kassiert. In Vancouver verlor der Favorit 0:2 (0:1) und steht vor dem Duell mit Paraguay bereits unter Druck. Der ehemals beim FC Bayern unter Vertrag stehende Nestory Irankunda (27. Minute) traf für Australien zur Führung, St.-Pauli-Profi Connor Metcalfe erhöhte in der 75. Minute.
Ins Duell mit Co-Gastgeber USA in Seattle können die „Socceroos“ am Freitag in Gruppe D mit Selbstvertrauen und einer echten Chance auf die K.-o.-Runde gehen.
So lief das Spiel
2002 waren die Türken zuletzt für eine WM qualifiziert, für die Generation um Real Madrids Arda Güler und Kapitän Hakan Çalhanoğlu ist das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko die erste WM-Teilnahme. Trotz der mühsamen Qualifikation über die Playoffs ging die Türkei als Favorit ins Duell mit Australien und hatte auch mit großem Abstand mehr Ballbesitz – konnte damit aber viel zu wenig anfangen. Mit teilweise neun Mann im eigenen Strafraum verteidigte Australien die Führung, für die Türkei gab es kein Durchkommen.
Das Tor durch Irankunda, der inzwischen beim FC Watford unter Vertrag steht, fiel durch einen Konter unmittelbar, nachdem Güler die erste echte Chance für die Türkei hatte. Auch beim zweiten Treffer nutzten die Australier eine Unachtsamkeit der drückenden Türken eiskalt aus. Metcalfe traf von außerhalb des Strafraums mit einem starken Schuss ins kurze Eck – und das nach einer Saison ohne einen Treffer für St. Pauli.
Großen Anteil am Erfolg für Australien hatte Torwart Patrick Beach, der überraschend für Kapitän Matthew Ryan spielte und zu seinem dritten Länderspiel kam. In der 57. Minute parierte er etwa einen gefährlichen Freistoß von Güler, in der 86. dann den von Calhanoglu. Kurz zuvor war St.-Pauli-Kapitän Jackson Irvine noch ins Spiel gekommen und half, den Vorsprung zu verteidigen.
