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Streit über Coca-Cola-Werbung – Markthalle Neun erhebt Vorwürfe

wochentlich.deBy wochentlich.de27 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Streit über Coca-Cola-Werbung – Markthalle Neun erhebt Vorwürfe
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Vorwürfe des „Berlin-Washing“

Streit über Werbung: Coca-Cola entschuldigt sich bei Markthalle Neun


27.05.2026 – 14:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Das Werbeplakat von Coca-Cola in Berlin: Die Markthalle wird hier ohne das Einverständnis namentlich genannt. (Quelle: privat)

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Der Großkonzern Coca-Cola wirbt mit der Markthalle Neun – ohne die Erlaubnis. Jetzt entschuldigt sich der Konzern. Dennoch drohen rechtliche Schritte.

Eine Werbekampagne des Getränkeherstellers Coca-Cola Company hat in Berlin für Aufsehen gesorgt. Denn auf Plakaten warb das Unternehmen mit Bildern und nannte die Kreuzberger Markthalle Neun namentlich – ohne die Erlaubnis der Betreiber.

Daraufhin übte die Markthalle scharfe Kritik am Unternehmen. In einem Instagrambeitrag schrieben die Betreiber: „Fakt ist: Niemand hat uns gefragt. Niemand hat uns bezahlt.“ Nach dem Start der Kampagne habe die Markthalle viele Anfragen erhalten, was das solle und wie viel Coca-Cola der Markthalle dafür bezahlt habe.

Markthalle Neun: Werbung ist „Berlin-Washing“

Doch offenbar wussten die Betreiber davon nichts. Zudem stellten sie klar: „Auf eine Anfrage hätten wir freundlich, aber bestimmt gesagt: Nein, danke“. Es sei egal, ob Menschen nun die Getränke der Marke kaufen oder verkaufen. „Wenn sich aber ein globaler Großkonzern ungefragt an lokal gewachsenen Strukturen bereichern will, dann sagen wir ‚Nein, danke'“, heißt es in dem Beitrag weiter. Auf den Plakaten hieß es, die „Markthalle 9 schreit nach Food-Tour & Coca-Cola Zero“.

Die Markthalle Nummer 9 in Berlin-Kreuzberg galt lange als prächtigste der einst 14 durchnummerierten Berliner Markthallen. Zuletzt freilich regierten nur noch Stillstand und Verfall in dem 120 Jahre alten Gründerzeitkleinod.Vergrößern des Bildes
Die Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg (Archivbild): Die Betreiber wehren sich gegen unerlaubte Werbung auf ihre Kosten. (Quelle: 13.02.2013/Markthalle Neun/srt)

Die Markthalle bezeichnet solches Vorgehen als „Berlin-Washing“, angelehnt an den Begriff des „Green Washing“. Dabei versuchen Unternehmen, durch positives Marketing ein Bild des Konzerns zu erschaffen, welches jedoch nicht der Realität entspricht. „Ihr hört von unserer Anwältin“, kündigte die Markthalle im Beitrag an.

Coca-Cola entschuldigt sich bei der Markthalle Neun

Auf Anfrage der Regionalredaktion von t-online in Berlin teilte der Konzern mit: „Wir haben uns bei den Verantwortlichen der Markthalle Neun entschuldigt und die umgehende Entfernung der Motive veranlasst“. Zudem betont das Unternehmen, keine Zusammenarbeit mit der Markthalle Neun zu pflegen. Die Werbekampagne des Unternehmens läuft unter dem Motto „Made in Germany“.

Coca-Cola teilte weiter mit: „Partnerschaften und Vertrauen vor Ort sind zentral für uns.“ Eigenen Angaben zufolge sei das Unternehmen mit 23 Standorten tief verwurzelt in lokalen Strukturen. „Unser Anspruch bleibt, lokale Kultur gemeinsam mit anderen zu leben und zu gestalten“, hieß es weiter.

Markthalle Neun prüft weitere rechtliche Schritte

Gegenüber der Regionalredaktion von t-online in Berlin betonte die Markthalle: „Uns geht es vor allem um Fairness: Coca-Cola behauptet mit der Kampagne, wir würden gemeinsame Sache machen. Das Gegenteil ist der Fall.“ Weder die Markthalle noch die Händler würden die Getränke von Coca-Cola im Sortiment haben.

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