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Finanzen

Studie zeigt fatale Folgen für Industrie

wochentlich.deBy wochentlich.de20 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Studie zeigt fatale Folgen für Industrie
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Experten warnen

Chinas Strategie bedroht den Kern der deutschen Wirtschaft


20.05.2026 – 17:10 UhrLesedauer: 4 Min.

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Chinas Präsident Xi: Das aggressive Wirtschaftsprogramm Chinas bedroht deutsche Schlüsselindustrien. (Archivbild) (Quelle: Kristina Solovyova/imago-images-bilder)

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Chinas Exportoffensive bedroht die Säulen des deutschen Wirtschaftsmodells. Eine neue Studie beziffert Verluste, die bereits eingetreten sind.

Lange lebte Deutschland gut davon, Maschinen, Autos und Industrieanlagen in die Welt zu verkaufen – insbesondere nach China. Doch aus dem einstigen Absatzmarkt ist längst ein mächtiger Gegenspieler auf dem Weltmarkt geworden. Eine neue Studie warnt nun, dass die chinesische Wirtschaftsstrategie vor allem jene Branchen besonders bedroht, auf denen der Wohlstand in Deutschland beruht.

Zu diesem Schluss kommen Wirtschaftsexperten des Centre for European Reform (CER) in einer Studie, die das „Handelsblatt“ vorab ausgewertet hat. Die Autoren warnen vor einem „China-Schock 2.0“, der Deutschland stärker treffe als andere große Industrieländer. Der Grund dafür sei der starke Anstieg chinesischer Ausfuhren, der deutsche Hersteller in China, auf Drittmärkten und zunehmend auch in Europa unter Druck setze.

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Die Studienautoren Sander Tordoir und Brad Setser sehen darin einen Grund für die Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft. Deutschland verliere nicht nur vorübergehend Aufträge, sondern Teile seines bisherigen Wirtschaftsmodells.

Hohe Energiepreise und Bürokratie erklärten aus Sicht der Autoren nicht ausreichend, warum vor allem jene Branchen leiden, die direkt mit China konkurrieren. Der entscheidende Faktor sei vielmehr eine sinkende Exportnachfrage: China kauft weniger deutsche Produkte und nimmt deutschen Firmen zugleich in anderen Märkten Kunden ab. Seit Ende 2023 habe der Rückgang der deutschen Nettoexporte die Wirtschaftsleistung um drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts verringert.

Peking bläst Industrie künstlich auf

Hinzu kommt, dass China weitaus mehr Industriegüter produziert, als der eigene Markt aufnehmen kann. Weil die privaten Haushalte vergleichsweise wenig konsumieren, drängen die überschüssigen Waren ins Ausland, wo sie mit deutschen Exporten konkurrieren. Die chinesische Regierung verstärkt diesen Druck weiter durch Subventionen und günstige Kredite. Der Internationale Währungsfonds beziffert die chinesischen Industriesubventionen auf rund 800 Milliarden Dollar jährlich, mit denen Peking entscheidende Industriebranchen künstlich aufbläst. Zum Vergleich: In Deutschland wurde die gesamte Wirtschaft im Jahr 2024 mit rund 285 Milliarden Euro subventioniert.

Besonders sichtbar wird das bislang in der Autoindustrie. China ist inzwischen der größte Autoexporteur der Welt. Frühere Schätzungen gingen davon aus, dass das Land bis 2030 zehn Millionen Fahrzeuge im Jahr exportieren könnte. Laut CER-Studie hat China diese Marke bereits Ende 2025 erreicht. Die Kapazitäten seien derweil sogar größer als die aktuelle Nachfrage. Laut der Studie könne China rund 55 Millionen Autos im Jahr bauen, davon mindestens 25 Millionen Elektroautos.

Chinesische E-Autos vor dem ExportVergrößern des Bildes
Elektroautos gehören zu den chinesischen Stärken. (Archibild) (Quelle: XinHua/dpa/dpa-bilder)
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