Anderer Sender muss einspringen
Sparzwänge bei ARD-Anstalt mit weiteren Auswirkungen
08.05.2026 – 09:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Sparmaßnahmen treffen die ARD-Sender hart. Besonders der MDR gerät immer weiter in Bedrängnis. Jetzt nimmt der Sender von einer TV-Reihe Abschied.
Die Einschnitte im Programm gehen weiter: Der MDR verliert sein „Mittagsmagazin“ nach nur zwei Jahren. Die ARD-Anstalt hatte erst 2024 die Verantwortung für die TV-Reihe übernommen, kümmert sich seither immer wöchentlich im Wechsel mit dem ZDF um die Produktion. Doch so wird es nicht weitergehen. Der MDR ächzt unter seinen Sparzwängen und wird das „Mittagsmagazin“ spätestens zum Ende des Jahres wieder abgeben. Das berichtet das Branchenblatt „dwdl.de“.
Ein MDR-Sprecher bestätigte „dwdl.de“, dass man sich innerhalb der ARD aktuell in Gesprächen befindet, „um die Produktion des ARD-Mittagsmagazins im Jahr 2027 abzugeben“. Damit scheint sich abzuzeichnen, dass besonders der MDR als Landesfunkanstalt unter den Auflagen leidet. Der Sender hat innerhalb der ARD deutlich weniger Sparrücklagen als andere Anstalten aus den alten Bundesländern: ein Ungleichgewicht als Folge der Wiedervereinigung.
Denn in Zukunft soll der NDR die Produktion vom „Mittagsmagazin“ übernehmen. „Der Norddeutsche Rundfunk hat Bereitschaft signalisiert“, heißt es. Eine aktuelle Anfrage von t-online zu den Sparplänen blieb zunächst unbeantwortet.
Der Eindruck der vergangenen Monate ist dramatisch. Beim MDR wirkt es, als bliebe kein Stein auf dem anderen. MDR-Chef Ralf Ludwig hatte bereits vor einigen Monaten angekündigt, „Einschnitte im Haus“ und im Programm vornehmen zu müssen. Beschlossen war bereits, dass drei Radiosender dem Rotstift zum Opfer fallen: MDR Tweens, MDR Schlagerwelt und MDR Klassik gehören bald der Geschichte an. Außerdem wurde diese Woche bekannt, dass sich der MDR künftig die Sendung „MDR um Zwei“ sparen wird. Mit dem „Mittagsmagazin“ wird dieser Kürzungskurs also weiter fortgesetzt.
