Exklusive Umfrage
In diesen Bereichen versagt die Merz-Regierung am meisten
06.05.2026 – 13:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Die schwarz-rote Bundesregierung feiert ihr Einjähriges. Doch die Unzufriedenheit mit der Arbeit der Koalition wächst.
Zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz zeigen sich die Deutschen wenig überzeugt von der bisherigen Arbeit der Koalition. Das geht aus einer exklusiven Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für t-online hervor. Demnach gaben 57 Prozent der Befragten an, dass die Bundesregierung sie bislang in keinem Politikfeld überzeugen konnte.
Zur Auswahl standen folgende Bereiche der Bundespolitik: Verteidigung und Sicherheit, Außenpolitik, Migration, Wirtschaft, Gesundheit, Soziales, Klima und Umwelt sowie Bildung. Bis zu drei der genannten Felder konnten ausgewählt werden.
Dabei zeigten sich die Befragten am zufriedensten mit der Arbeit von Union und SPD in den Bereichen Verteidigung und Soziales (26 Prozent), gefolgt von der Außenpolitik (21 Prozent). Außerdem konnte die Bundesregierung 15 Prozent der Umfrageteilnehmer mit ihrer Arbeit in der Migrationspolitik überzeugen. Am schlechtesten schneiden die Bereiche Wirtschaft und Gesundheit (je vier Prozent), Klima und Umwelt sowie Soziales (je zwei Prozent) ab. Den letzten Platz belegte die Bildungspolitik (ein Prozent).
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Zwei Prozent der Befragten gaben zudem an, nicht zu wissen, in welchem Politikbereich sie von der Bundesregierung überzeugt wurden. Befragt wurden rund 5.000 Bundesbürger ab 18 Jahren im Zeitraum vom 4. bis zum 6. Mai. Die statistische Fehlerquote liegt bei 2,7 Prozent.
Auch in anderen Umfragen bekommen die Bundesregierung und der Kanzler aktuell nur mangelhafte Zeugnisse ausgestellt. So erreichte die Zufriedenheit mit der Bundesregierung laut einer Forsa-Umfrage einen neuen Tiefstand. Dem am Mittwoch veröffentlichten RTL/ntv-Trendbarometer zufolge sind nur noch 13 Prozent der Bundesbürger mit der Arbeit von Merz zufrieden, 85 Prozent sind unzufrieden.
Mit Blick auf die Bundesregierung ist das Verhältnis elf zu 87 Prozent. Eine besonders kritische Zwischenbilanz ziehen demnach junge Menschen (18 bis 29 Jahre) sowie Arbeiter und Selbständige, die jeweils zu 95 Prozent unzufrieden sind.
In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sagen 55 Prozent, dass sie nicht mit einem Fortbestand der Koalition bis zum nächsten regulären Wahltermin 2029 rechnen. Nur 25 Prozent meinen, dass die Regierung bis dann hält. 20 Prozent machen keine Angaben. Selbst bei den Anhängern der Koalitionsparteien überwiegt die Zahl derer, die mit einem vorzeitigen Bruch rechnen. Bei der Union sind es 46 zu 38 Prozent, bei der SPD 39 zu 35.
