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Geschlechteremissionsunterschied: Jobs, Ernährung und Hobbys reicher weißer Männer gelten als „schädlich für den Planeten“

wochentlich.deBy wochentlich.de6 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Geschlechteremissionsunterschied: Jobs, Ernährung und Hobbys reicher weißer Männer gelten als „schädlich für den Planeten“
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Veröffentlicht am
06.05.2026 – 9:40 GMT+2

Während sich die Menschheit einer irreversiblen Klimaschädigung nähert, werden männliche Verhaltensweisen als „schlecht für den Planeten“ bezeichnet.

In einer neuen Arbeit von mehr als 20 Wissenschaftlern aus 13 verschiedenen Ländern wurden bestehende Forschungsergebnisse zu Klimawandel, globaler Erwärmung und Umweltkollaps analysiert – und wie sie mit dem, was Männer tun, zusammenhängen.

Das in Norma: International Journal for Masculinity Studies veröffentlichte Papier mit dem Titel „Männer, Männlichkeiten und der Planet am Ende des (M)Anthropozäns“ behandelt so unterschiedliche Fragen wie die Klimaleugnung in der kanadischen Pipeline-Politik, die Umweltauswirkungen der chinesischen Politik im Pazifischen Ozean, fleischbefürwortende Online-Influencer in Finnland und positive Aktionen von Männeraktivisten in Afrika, Lateinamerika, Großbritannien und weltweit.

Ist Männlichkeit schädlich für die Umwelt?

Forscher fanden heraus, dass Männer insgesamt tendenziell einen größeren CO2-Fußabdruck und eine größere Umweltbelastung durch den Konsum haben, insbesondere wenn es um Reisen, Transport, Tourismus und Fleischessen geht.

Mehrere Studien haben die geschlechtsspezifische Kluft bei den Treibhausgasemissionen hervorgehoben. Beispielsweise ergab eine Studie aus dem Jahr 2025 mit 15.000 Menschen in Frankreich, dass Männer durch Transport und Lebensmittel 26 Prozent mehr Schadstoffe ausstoßen als Frauen.

Das Team warnt außerdem davor, dass Männer tendenziell „weniger besorgt über den Klimawandel“ seien, „weniger ehrgeizig und weniger aktiv in der Umweltpolitik“ seien und weniger bereit seien, alltägliche Praktiken zu ändern, um das wachsende Problem anzugehen.

Eine letztes Jahr im Journal of Environmental Psychology veröffentlichte Studie ergab, dass Männer mit einem höheren Maß an „Männlichkeitsstress“ (Sorgen, weiblich zu wirken) weniger Sorgen über den Klimawandel äußern und eher umweltbewusstes Vermeidungsverhalten an den Tag legen, wie etwa den Verzicht auf umweltfreundliche Produkte, um ein oft traditionelles männliches Image aufrechtzuerhalten.

Männer tendieren auch dazu, stärker in den Besitz, die Verwaltung und die Kontrolle schwerer, chemischer, kohlenstoffbasierter, industrialisierter Industrien wie der Landwirtschaft sowie anderer stark umweltbelastender und extraktiver Industrien und natürlich des Militarismus involviert zu sein, heißt es in dem Papier.

„Negative Auswirkungen“ von Männern

„Mittlerweile gibt es zahlreiche Forschungsergebnisse, die deutliche negative Auswirkungen des Verhaltens mancher Männer auf die Umwelt und das Klima belegen“, sagt Professor Jeff Hearn, Herausgeber der Zeitung und Professor für Soziologie an der University of Huddersfield.

„Erstaunlich ist, dass dieser Aspekt in den meisten Debatten und der Politik einer nachhaltigeren Welt keine Rolle spielt.“

Forscher fügen hinzu, dass diese „schädlichen Muster“ insbesondere auf elitäre, weiße eurowestliche Männer zutreffen, die im Gegensatz zu Männern mit niedrigem Einkommen im globalen Süden stehen.

Das Papier erkennt auch an, dass einige Männer „dringend und energisch“ daran arbeiten, diese Tendenzen zu ändern.

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