„Menschen schon daran gestorben“
Weltmeister-Trainer kämpfte um sein Leben
25.04.2026 – 14:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf eine Covid-Erkrankung folgte eine „schwere Zeit“: Der ehemalige Basketball-Bundestrainer spricht in einem Interview über große gesundheitliche Probleme im vergangenen Jahr. Das Herz machte Sorgen.
Ex-Bundestrainer Gordon Herbert, der die deutsche Basketball-Nationalmannschaft 2023 zum WM-Titel geführt hatte, litt im vergangenen Jahr unter schweren gesundheitlichen Problemen, darunter eine Herzmuskelentzündung.
Der 67 Jahre alte Kanadier sagte rückblickend in einem Interview des Portals basketball-world.news: „Ich lag mit Myokarditis und einem weiteren Herzschlag im Bett und fragte mich, ob ich das durchstehen könnte.“
Das sei schon sehr bedrohlich gewesen, betonte Herbert: „Ich weiß, dass Menschen schon daran gestorben sind.“ Es passierte während seiner Zeit als Chefcoach des FC Bayern. Er habe damals Covid gehabt und sehr darunter gelitten.
„Letztlich hatte ich Glück, weil die Ärzte bei mir einen zusätzlichen Herzschlag entdeckt und mich aus dem Verkehr gezogen haben“, sagte Herbert. Bei ihm sei dann eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) festgestellt worden, zwei Herzklappen hätten sich nicht mehr richtig geschlossen.
Herbert hatte die deutsche Nationalmannschaft von 2021 bis 2024 betreut. Zuvor hatte er unter anderem Alba Berlin und die Skyliners Frankfurt trainiert, bevor er nach München wechselte. Mitte Oktober vergangenen Jahres stand Herbert dann mit Atemschutzmaske an der Seitenlinie, ehe er einige Partien fehlte. Nach drei Wochen habe er aber wieder gecoacht und dann hätten die Bayern entschieden, die Trainerposition zu verändern.
„Es war eine schwere Zeit. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Covid so gefährlich sein könnte“, erinnerte sich Herbert. Er habe die Arbeit als Trainer über seine eigene Gesundheit gestellt. „Dafür habe ich einen Preis gezahlt. Es wurde wirklich schlimm und ich habe 16 bis 17 Stunden am Tag geschlafen. Ich war fast zweieinhalb Wochen im Bett.“
Mittlerweile geht es Herbert, der im Juli seine Arbeit als Nationaltrainer Kanadas aufnimmt, wieder gut. „Die Ärzte haben jede Menge Tests gemacht und gesagt, dass ich das Herz eines 40-Jährigen habe. Das hat mir in dieser Zeit geholfen, dass ich das durchstehen konnte.“
