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Gesundheit

Hoher Blutzucker nach dem Essen steigert das Risiko

wochentlich.deBy wochentlich.de20 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Hoher Blutzucker nach dem Essen steigert das Risiko
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Britische Studie

Was der Blutzucker nach Mahlzeiten mit Alzheimer zu tun hat


20.01.2026 – 07:51 UhrLesedauer: 2 Min.

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Starke Blutzuckerspitzen nach dem Essen können womöglich Alzheimer begünstigen. (Quelle: nopparit/getty-images-bilder)

Nicht nur anhaltend hoher Blutzucker, auch hohe Blutzuckerspitzen nach dem Essen scheinen ein Risikofaktor für Alzheimer zu sein. Das zeigt eine neue Studie.

Dass zu hohe Blutzuckerwerte auf Dauer das Gehirn schädigen, ist bekannt. Eine neue Studie der Universität Liverpool zeigt nun, dass nicht nur langfristig hohe Blutzuckerwerte ein Problem für das Gehirn sein können, sondern auch hohe Blutzuckerspitzen, die nach Mahlzeiten auftreten. Steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Essen häufig stark an, könnte das ein höheres Risiko für eine Alzheimer-Demenz bedeuten. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenzerkrankungen und betrifft etwa 10 Prozent aller über 65-Jährigen.

Für die kürzlich in „Diabetes, Obesity and Metabolism“ erschienene Studie nutzten die Forschenden Daten der britischen UK Biobank und untersuchten die genetischen Informationen von mehr als 350.000 Menschen zwischen 40 und 69 Jahren. Von Interesse waren dabei vor allem bestimmte Marker, die zeigen, wie der Körper Zucker verstoffwechselt. Dazu zählten unter anderem der Nüchternblutzucker, die Insulinwerte und der postprandiale Blutzucker.

Mittels der sogenannten Mendelschen Randomisierung wurde geprüft, inwiefern diese Marker auf das Risiko für eine Demenzerkrankung wie Alzheimer ursächlich Einfluss nehmen. Dabei stellte sich heraus, dass Menschen, die genetisch bedingt nach dem Essen höhere Blutzuckerwerte aufwiesen, ein beinahe 70 Prozent höheres Risiko hatten, an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken.

Überraschenderweise ließ sich dieser Zusammenhang nicht durch Veränderungen erklären, die normalerweise bei Alzheimer auftreten, wie etwa ein Schrumpfen des Gehirns oder Schäden an der weißen Substanz, welche vor allem aus Nervenfasern besteht. Solche Schäden können unter anderem mit langsamem Denken im Alltag zusammenhängen. Diese Erkenntnisse deuten den Forschern zufolge darauf hin, dass die Effekte der hohen Blutzuckerspitzen über feinere Mechanismen wirken, die noch nicht vollends verstanden sind.

„Diese Ergebnisse könnten zukünftige Präventionsstrategien beeinflussen, indem sie unterstreichen, wie wichtig es ist, den Blutzucker nicht nur insgesamt zu managen, sondern vor allem nach den Mahlzeiten in den Griff zu bekommen.“ sagt Andrew Mason, der Erstautor der Studie. Darüber hinaus betonen die Forscher, dass die Ergebnisse noch in Untersuchungen weiterer Bevölkerungsgruppen repliziert werden müssen. Auch die zugrunde liegenden feineren Mechanismen gilt es erst noch zu verstehen.

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