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Gesundheit

Schlecht hören ist schlecht fürs Gehirn

wochentlich.deBy wochentlich.de20 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Schlecht hören ist schlecht fürs Gehirn
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Hörschwäche ernst nehmen

Schwerhörigkeit ist schlecht fürs Gehirn


20.01.2026 – 07:52 UhrLesedauer: 2 Min.

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Das Hörvermögen lässt für gewöhnlich altersbedingt ab Mitte 50 nach. (Quelle: Jacob Wackerhausen/getty-images-bilder)

Wer schlechter sieht, besorgt sich in der Regel eine Sehhilfe. Hörhilfen finden deutlich weniger Zuspruch. Das kann jedoch schwerwiegende Folgen haben.

In Deutschland sind 20 bis 30 Millionen Erwachsene schwerhörig, aber nur etwa 16 Prozent von ihnen besitzen ein Hörgerät. Dabei drohen im Alter erhebliche geistige, körperliche und soziale Beeinträchtigungen, wenn eine Schwerhörigkeit unbehandelt bleibt. So erhöhen laut einer aktuellen Pressemitteilung der Alzheimer Forschung Initiative e. V. fortbestehende Hörprobleme das Risiko, eine Demenz zu entwickeln.

Da die Hörfähigkeit altersbedingt für gewöhnlich ab Mitte 50 nachlässt, gilt eine unbehandelte Schwerhörigkeit als eines der wichtigsten Demenzrisiken im mittleren Alter.

Hinter den meisten Demenzerkrankungen steckt eine Alzheimer-Demenz, bei der mit der Zeit immer mehr Nervenzellen im Gehirn absterben. Die genauen Ursachen sind bislang zwar unklar. Doch vieles deutet darauf hin, dass bestimmte körperliche Faktoren die Entstehung der Erkrankung begünstigen – darunter Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Übergewicht und eben Schwerhörigkeit.

Denn wenn sich das Hörvermögen verringert, ist die Verarbeitung akustischer Reize und Informationen nur noch eingeschränkt möglich. Das Gehirn ist also weniger aktiv als zuvor. Hintergrundgeräusche etwa nehmen die Betroffenen kaum noch oder gar nicht mehr wahr.

Außerdem fällt es Menschen mit Hörproblemen zunehmend schwerer, Gesprächen zu folgen. Die Betroffenen müssen ständig nachfragen oder verstehen Gesagtes falsch, was ihnen oft unangenehm ist. Viele gehen schließlich dazu über, soziale Kontakte zu meiden, wodurch ihr Gehirn noch weniger gefordert ist. In der Folge nimmt die geistige Leistungsfähigkeit ab – und das Risiko für Demenz steigt.

Fachleute raten daher, bei Hörproblemen (die übrigens im Familien- oder Freundeskreis oft eher auffallen als den Betroffenen selbst) professionelle Hilfe zu suchen – und zwar frühzeitig: Wer eine Schwerhörigkeit zu lange ignoriert, riskiert, dass sich das Ohr beziehungsweise das Gehirn an den Zustand gewöhnt. Kommt dann ein Hörgerät zum Einsatz, gelingt es den Betroffenen häufig nicht mehr, mit den plötzlich lauter und anders klingenden Stimmen und Geräuschen zurechtzukommen.

Um dies zu verhindern, empfiehlt es sich, die Hörfähigkeit regelmäßig in einer Praxis für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde oder einem Fachgeschäft für Hörgeräteakustik untersuchen zu lassen und sich bei Bedarf für ein Hörgerät zu entscheiden: Dann stehen die Chancen gut, die Lern- und Eingewöhnungsphase erfolgreich zu durchlaufen und dem Demenzrisiko wirksam gegenzusteuern.

Gut zu wissen: Die Kosten für ärztlich verordnete Hörhilfen übernehmen bis zu einem bestimmten Höchstbetrag die gesetzlichen Krankenkassen.

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