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Gesundheit

Genmutation erhöht Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko

wochentlich.deBy wochentlich.de16 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Genmutation erhöht Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko
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Jeder Dritte betroffen

Neuer Risikofaktor für Herzpatienten entdeckt


16.01.2026 – 14:31 UhrLesedauer: 3 Min.

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Herzinfarkt: Das Risiko steigt durch eine bestimmte Veränderung von Blutzellen. (Quelle: PIKSEL/getty-images-bilder)

Wer eine bestimmte Genveränderung trägt, hat ein deutlich höheres Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Besonders eine verbreitete Herzkrankheit scheint die Mutation zu begünstigen.

Mit dem Alter kommt es zu vielen Veränderungen im Körper. Neben den offensichtlichen steigt auch das Risiko, dass bestimmte Blutzellen mutieren. Mediziner sprechen dann von klonaler Hämatopoese mit unbestimmtem Potenzial, auf Englisch: „clonal hematopoiesis of indeterminate potential“ – abgekürzt CHIP. Die Deutsche Herzstiftung informiert nun darüber, dass besonders Menschen mit Vorhofflimmern gefährdet sind – und das sind in Deutschland Millionen.

Mit dem Alter verändern sich bei manchen Menschen die blutbildenden Stammzellen. Sie produzieren sogenannte Zellklone, also Kopien mit kleinen Fehlern im Erbgut. Diese veränderten Zellen verhalten sich auffällig: Einige dieser mutierten Blutzellen stehen im Verdacht, Entzündungsprozesse zu befeuern.

In der Folge können die Mutationen neue Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose), Blutgerinnsel oder Herzinfarkte auslösen oder bestehende Erkrankungen verschlimmern. So ist das Risiko für eine Koronare Herzkrankheit (KHK) fast um das Doppelte erhöht und jenes für einen Herzinfarkt in jungen Jahren sogar um das Vierfache, warnt die Deutsche Herzstiftung.

Auch Schlaganfälle treten bei CHIP-Trägern bis zu 14 Prozent häufiger auf. Denn wenn sich Blutgerinnsel lösen, können sie nicht nur die Durchblutung des Herzens stören (Herzinfarkt), sondern mit dem Blutfluss auch ins Gehirn gelangen und dort ein Gefäß verschließen. Zudem ist Vorhofflimmern ein Schlaganfall-Risikofaktor, der durch die CHIP-Mutationen begünstigt wird (mehr dazu weiter unten).

Auch ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Freiburg und der Charité Berlin untersucht aktuell, wie CHIP-Mutationen genau wirken. Die Forscher haben herausgefunden, dass bestimmte CHIP-Mutationen (TET2) ein unabhängiger Risikofaktor für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind, indem sie Entzündungen, den Fettstoffwechsel und die Bildung von Blutgerinnseln beeinflussen.

Im Fokus stehen Patienten mit Vorhofflimmern – einer häufigen Herzrhythmusstörung. Heribert Schunkert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, erklärt in einer Pressemeldung: „Zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Vorhofflimmern – und sind damit dem Risiko schwerer Folgeerkrankungen ausgesetzt. Mit den CHIP-Mutationen wird ein zusätzlicher Risikofaktor für Patienten mit Vorhofflimmern und viele andere chronisch herzkranke Menschen vermutet.“

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