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Studie zeigt, wann sie am meisten nützen

wochentlich.deVon wochentlich.de14 Januar 20263 Min Gelesen
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Studie zeigt, wann sie am meisten nützen

Studie zeigt Perspektive

Autonomes Fahren kommt – aber wie?


14.01.2026 – 07:43 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Autonomer Fahrversuch in Hamburg: Eine neue Studie hat simuliert, wie die Technik am besten mit vorhandenen Verkehrsmitteln verknüpft werden sollte. (Quelle: Hanno Bode via www.imago-images.de)

Autonome Fahrzeuge sind startklar – doch wer bestimmt, in welchem Rahmen sie fahren? Eine neue Studie zeigt, welches Modell der Gesellschaft nützt.

Autonomes Fahren steht in den Startlöchern: Technisch möglich, in Deutschland in den Rahmenbedingungen bereits seit 2021 gesetzlich geregelt – und nicht nur in Ländern wie den USA, sondern auch hierzulande längst im Pilotbetrieb. Doch bevor Anbieter wie Waymo, Uber oder Bolt auf dem deutschen Markt Fuß fassen, stellt eine neue Studie im Auftrag von DB Regio die Frage: Wie lässt sich die Technologie so nutzen, dass sie der gesamten Gesellschaft dient?

Erstellt wurde die Studie in Zusammenarbeit mit dem Software- und Verkehrsplanungs-Unternehmen ioki, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Prognos AG.

Grundannahme: Auf privater Ebene werden sich autonome Autos deutlich langsamer durchsetzen – sie gehen vor allem von Robotaxis aus, die den öffentlichen Nahverkehr ergänzen. Die Initiatoren plädieren für einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, bei dem autonome Fahrzeuge nahtlos in bestehende Systeme integriert werden. Nur so lasse sich ihr Nutzen voll entfalten. In der Studie wurden drei Zukunftsszenarien für den Mobilitätsalltag durchgerechnet – mit dem Jahr 2045 als Zielmarke:

Im Basis-Szenario werden klassische Linienbusse autonom betrieben. Das spart zwar Kosten, bringt aber kaum neue Nutzer. Kommen privatwirtschaftlich betriebene Robotaxis parallel hinzu (Wettbewerbsszenario), steigt der Straßenverkehr um bis zu 40 Prozent, vor allem in Metropolen – der ländliche Raum profitiert kaum.

Die Studienautoren befürworten entsprechend das sogenannte Daseinsvorsorge-Szenario. Es kombiniert On-Demand-Shuttles (also autonom fahrende Shuttles, die bei Bedarf gerufen werden, ähnlich den Anruf-Sammel-Taxis) mit beschleunigten autonomen Buslinien und einer engen Verzahnung mit dem Bahnverkehr. Die Fahrgäste profitieren den Simulationen zufolge von kurzen Wartezeiten, niedrigeren Kosten und einem deutlich dichteren ÖPNV-Angebot. Wie das Ganze in der Praxis aussehen soll, lassen die Autoren offen: „Das ist nur ein Zielzustand“, so Thomas Drewes, Leiter Autonomes Fahren bei DB Regio Straße. „Den Weg dorthin müssen wir uns als Gesellschaft ausdenken.“

Gerade in ländlichen Regionen sehen die Studienautorinnen und -autoren das größte Potenzial für ein autonomes Fahren: 50 Prozent kürzere Wartezeiten, rund um die Uhr verfügbare Angebote und eine bessere Anbindung an den Bahnverkehr. Das könnte nicht nur die Abwanderung stoppen, sondern sogar umkehren: Laut Modell könnten rund drei Millionen Menschen wieder aus der Stadt aufs Land ziehen. Und auch neue Jobs schaffen, sagt RMV-Chef Knut Ringat unterstreicht: „Mit autonomem Fahren entstehen neue Berufsfelder – in Leitstellen, in der IT oder in der Aufsicht. Gleichzeitig könnten wir den Fahrermangel ausgleichen und den Pkw-Bestand deutlich senken.“ Schon heute fehlen laut VDV rund 20.000 Fahrerinnen und Fahrer im öffentlichen Verkehr.

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