
„Keine Raves“
Was die Römer jetzt mit dem Kolosseum vorhaben
Aktualisiert am 11.01.2026 – 10:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Rund sieben Millionen Touristen aus aller Welt besuchen jedes Jahr das Kolosseum in Rom. Nun sollen auch die Römer selbst wieder mehr von ihrer antiken Arena haben.
Zu Zeiten des Römischen Reiches bot das Kolosseum Spektakel, das die Menschen in seinen Bann zog – Gladiatoren kämpften hier um Leben und Tod, und zehntausende Zuschauer bejubelten die blutigen Spiele von den Rängen. Heute ist das ikonische Amphitheater in der Hauptstadt Italiens vor allem ein Touristenmagnet. Doch der neue Direktor des Archäologischen Parks des Kolosseums, Simone Quilici, will das ändern, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet.
Quilici will das antike Bauwerk wieder stärker in das alltägliche kulturelle Leben der italienischen Hauptstadt integrieren: „Die Absicht ist es, das Kolosseum durch kulturelle Initiativen wieder in den Lebenskreislauf der Stadt zu integrieren“, sagte Quilici.
Quilici skizziert ein neues Programm für das Kolosseum, das über reine Besichtigungen hinausgeht. Geplant sind kulturelle Veranstaltungen, die dort stattfinden könnten, wo früher Gladiatorenkämpfe die Massen bewegten – unter strengen Vorgaben: „Keine Raves oder laute Rockkonzerte“, betont der Direktor. Stattdessen soll es um klassische Musik, Jazz, Lesungen und andere kulturelle Formate gehen, die das Monument als Ort des Austauschs und der Begegnung für Römer und Besucher wiederbeleben.
Initiativen mit begrenztem Publikum, Charity-Events und soziale Aktionen gehören ebenfalls zu den Ideen. Laut Quilici sollen diese Angebote insbesondere die Einheimischen ansprechen, die oft von den riesigen Besucherströmen abgeschreckt sind. Etwa sieben Millionen Touristen aus aller Welt besuchen das Monument pro Jahr. Die Schlangen am Eingang sind vor allem in der Hochsaison lang, die Wartezeiten für einen Eintritt enorm.
Ein Schritt dahin sei die Sanierung der Colosseum-Bühne (Pedana): Sie ist rund 30 Jahre alt und müsse erneuert werden, bevor sie im großen Stil genutzt werden könne.













