Einfach erklärt
Sprudelwasser: So bleibt es länger spritzig
24.11.2025 – 12:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Kohlensäurehaltiges Wasser schmeckt für viele am besten, wenn es noch ordentlich sprudelt. Damit es so bleibt, ist vor allem die Verpackung entscheidend.
PET-Flasche oder doch Glasflasche? Was wirklich besser ist, ist schwer zu sagen. Mehrwegflaschen aus PET, die einen längeren Transportweg haben, sind die Umweltbilanz etwas vorteilhafter. Glasflaschen punkten, wenn sie regional abgefüllt und verkauft werden. Allerdings kann es sein, dass das Plastik Nanopartikel in den Inhalt abgibt. Um das zu verifizieren, bedarf es jedoch noch weiterer Forschung. Widerlegt ist hingegen, dass durch das PET (Polyethylenterephthalat) hormonähnliche Stoffe wie das weibliche Sexualhormon Östrogen in das Wasser in der Flasche gelangen. Jedes Material hat also sein Für und Wider.
Ein Punkt, der jedoch für Wasser aus Glasflaschen spricht, ist die längere Haltbarkeit. Denn Kunststoff ist zwar wasserundurchlässig, aber gasdurchlässig. Das bedeutet, dass Gase sowohl aus der Flasche heraus als auch in die Flasche hinein dringen können. Dringt etwa Sauerstoff von außen hinein, reagiert er mit dem Inhalt und kann den Geschmack beeinflussen. Wiederum entweicht nach und nach Kohlendioxid aus der geschlossenen Flasche. Die Folge: Das Wasser sprudelt nach einiger Zeit weniger stark.
Diese beiden Fakten sind unter anderem auch die Gründe dafür, dass auf PET-Flaschen ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MDH) aufgedruckt ist. Innerhalb dieses Zeitraums bleiben der Geschmack und der Kohlendioxid-Anteil für den Hersteller tolerabel. Zumindest bei optimaler Lagerung. An hellen und warmen Orten kann es dennoch zu Beeinträchtigungen, auch vor Ablauf des MDH, kommen. Dieses liegt bei PET-Wasser bei mindestens neun Monaten. Bei Wasser aus Glasflaschen liegt es bei mindestens zwei Jahren. Oft ist es noch länger genießbar.
Auch die Flaschengröße hat einen Einfluss darauf, wie lange kohlensäurehaltiges Wasser gut sprudelt: Je größer die Flasche, desto kleiner ist die Oberfläche pro Milliliter und weniger Gas kann entweichen. In größeren Flaschen bleibt das Sprudelwasser also länger prickelnd als in kleineren.
Überdies haben Wissenschaftler herausgefunden, dass PET nach und nach Acetaldehyd an das Wasser abgibt. Dabei handelt es sich um eine farblose Flüssigkeit, die leicht fruchtig schmeckt. Stiftung Warentest und Ökotest haben diesen Stoff in Mineralwässern aus dem Handel wiederholt nachgewiesen. Der Wert ist jedoch oft sehr gering, sodass es keine gesundheitlichen Auswirkungen gibt. Viele Hersteller setzen zudem Acetaldehyd-Blocker ein.
Wer gerne Mineralwasser trinkt, sollte dafür am besten zu Produkten aus Glasflaschen greifen, die regional abgefüllt wurden. Sie sind länger haltbar, schmecken besser und haben einen besseren ökologischen Fußabdruck.
