Die Wurzeln des Mercedes 540 K Autobahnkurier reichen ins Jahr 1934 zurück. Auf Vorschlag von Wilhelm Haspel entwickelte das Sonderwagenwerk in Sindelfingen innerhalb weniger Wochen ein stromlinienförmiges Coupé zur Präsentation der neuen W29-Plattform. Die Konstruktion nutzte aerodynamisches Wissen aus der Luftfahrt – das Werk war zuvor eine Flugzeugfabrik. Angetrieben wurde der Wagen von einem 5,0-Liter-Achtzylinder mit Kompressor, der kurzzeitig 160 PS freisetzte. Eine spezielle Einspritzpumpe von Junkers sicherte dabei die Kraftstoffversorgung. Der erste 500 K wurde auf der Automobilausstellung IAMA 1934 in Berlin vorgestellt, später folgte der 540 K mit mehr Hubraum. Nur zwei Exemplare des Autobahnkuriers wurden gebaut, eines ist erhalten.