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Größte Röntgenkarte des Universums veröffentlicht

wochentlich.deBy wochentlich.de2 Februar 2024Keine Kommentare2 Mins Read
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Größte Röntgenkarte des Universums veröffentlicht
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Etliche schwarze Löcher, Sterne und Galaxien: Das eRosita-Röntgenteleskop hat unzählige Aufnahmen vom Himmel gemacht. Nun wurden sie veröffentlicht.

Dank fortschrittlichster Technologie bekommen wir Menschen einen Einblick in fremde Welten, die wir unter normalen Umständen nie sehen würden. Immer wieder veröffentlichen Forschungsinstitute und Behörden beeindruckende Bilder aus dem Weltall.

Nun hat das deutsche eRosita-Konsortium einen riesigen Katalog an Röntgenaufnahmen veröffentlicht, die das „halbe Universum“ zeigen, wie es auf der Webseite der Max-Planck-Gesellschaft heißt. Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) leitet das Konsortium.

Mithilfe des Röntgenteleskops eRosita wurde das Universum vom 12. Dezember 2019 bis zum 11. Juni 2020 intensiv beobachtet. Heraus kam eine unglaubliche Anzahl von Aufnahmen diverser Himmelsobjekte. Laut der Max-Planck-Gesellschaft umfasst der „All-Sky Survey Katalog (eRASS1)“ rund 900.000 einzelne Quellen, was ihn zur größten je veröffentlichten Sammlung von Röntgenquellen macht.

Schwarze Löcher, aktive Sterne und Galaxienhaufen

Unter diesen Quellen befinden sich etwa 710.000 supermassereiche schwarze Löcher in fernen Galaxien, mehr als 180.000 aktive Sterne in unserer eigenen Milchstraße und etwa 12.000 Galaxienhaufen, neben anderen exotischen Quellen wie Doppelsternen oder Supernovaüberresten.

Mara Salvato, die Sprecherin des deutschen eRosita-Konsortiums, erklärt: „Der Umfang der wissenschaftlichen Ergebnisse und die Bedeutung der Durchmusterung sind ziemlich überwältigend und lassen sich nur schwer in Worte fassen.“ Der Katalog und sämtliche Quellen stehen Instituten und Forschungseinrichtungen nun weltweit zur Verfügung.

„Wir sind gespannt, was der Rest der Welt in den veröffentlichten Daten finden wird“, so Kirpal Nandra, Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik. Allerdings hat das Konsortium auch schon ein wenig Vorarbeit geleistet. Mit der Datenfreigabe wurden fast 50 wissenschaftliche Publikationen bei renommierten Fachzeitschriften eingereicht.

Weitere Daten werden in Zukunft veröffentlicht

Diese beschäftigen sich unter anderen damit, ob die Röntgenstrahlung eines Sterns die Atmosphäre von Planeten beeinflussen und ihn so unbewohnbar machen kann. Zudem wurden in den Studien auch einige der Beobachtungen von eRosita analysiert und interpretiert – etwa das periodische Erwachen zweier supermassereicher schwarzer Löcher.

Nach der Mission, die im Juni 2020 abgeschlossen war, setzte eRosita die Durchmusterung des Himmels noch bis zum Februar 2022 fort. Danach wurde das Teleskop vorerst in den Ruhestand versetzt. Auch diese Daten werden in Zukunft veröffentlicht, wie die Max-Planck-Gesellschaft verkündet.

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