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Bundeswehr startet Militärübung „Red Storm Bravo“

wochentlich.deBy wochentlich.de26 September 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Bundeswehr startet Militärübung „Red Storm Bravo“
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Hamburg übt den Ernstfall

Bundeswehr-Kolonne mit 70 Fahrzeugen rollt durch die Stadt

Aktualisiert am 26.09.2025 – 08:31 UhrLesedauer: 3 Min.

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Bundeswehrsoldaten sind im Hamburger Hafen im Einsatz: Die Bundeswehr sowie mehrere zivile Behörden und Organisationen sind in ihre dreitägige Militärübung „Red Storm Bravo“ gestartet. (Quelle: Marcus Golejewski/dpa)

Die Bundeswehr lässt 70 Fahrzeuge stundenlang durch Hamburg rollen. Der Grund: ein bedrohliches Szenario an der Nato-Ostgrenze wird erstmals so geübt.

Die Bundeswehr und mehrere zivile Behörden und Organisationen sind in Hamburg in ihre dreitägige Militärübung „Red Storm Bravo“ gestartet. Als ersten größeren Test musste die Feuerwehr im Hafen eine Schute – eine Art Lastschiff – sichern, die zu sinken und das Hafenbecken zu blockieren drohte, wie Matthias Freudenberg von der Feuerwehr Hamburg sagte. Die Feuerwehr war mit zahlreichen Fahrzeugen, darunter auch einem Schwerlastkran und dem Feuerwehrschiff „Branddirektor Westphal“, zum Terminal O’Swaldkai des Hafenlogistikers HHLA angerückt.

Parallel dazu nahmen bereits zahlreiche Bundeswehr-Fahrzeuge, darunter auch Dingo und Igel, an der Kaikante Aufstellung. Sie sollten am späten Abend als Kolonne durch die Stadt rollen. Auch Hubschrauber sollten dabei zum Einsatz kommen.

Nach Bundeswehrangaben sollten insgesamt rund 70 Fahrzeuge in einem etwa 3,5 Kilometer langen Kolonne mehrere Stunden durch die Stadt fahren. Die Bundeswehr erinnerte daran, dass eine Kolonne im Straßenverkehr als ein Fahrzeug gilt und Autofahrer warten müssen, bis das letzte Militärfahrzeug passiert ist. Begleitet werde der Kolonne von der Polizei.

Für die Übung, an der sich rund 500 Soldatinnen und Soldaten sowie Blaulichtorganisationen wie Polizei und THW beteiligen, wird angenommen, dass ein Konflikt im Grenzbereich der baltischen Staaten zu Russland eskaliert. Die Nato verlegt deshalb vorbeugend in erheblicher Zahl militärisches Gerät und Kräfte an die Ostgrenze. Ebenfalls an der Übung beteiligt sind Unternehmen wie Airbus und die HHLA.

Die Übung soll nach Angaben der Bundeswehr zeigen, wie die Zusammenarbeit von Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr und anderen relevanten Hamburger Behörden und Organisationen und zahlreichen Unternehmen im Falle der Landes- und Bündnisverteidigung organisiert werden muss.

Der zweite Tag der bis Samstag dauernden Übung hat nach Angaben des Kommandeurs des Landeskommandos Hamburg, Kapitän zur See Kurt Leonards, den Schwerpunkt Drohnen.

„Es geht um etwas. Es geht um die Resilienz, um die gesamtstaatliche Verteidigung“, sagte Leonards. Das funktioniere nur, wenn die zivile und die militärische Verteidigung sich annähern. „Da gibt es noch viel zu lernen. Und wir haben heute einen guten Aufschlag gemacht.“

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) sagte, nirgendwo in Deutschland sei ein solches Szenario in dieser Intensität, in der Praxisnähe und unter Beteiligung von so vielen unterschiedlichen militärischen und zivilen Einheiten geübt worden. Es habe sich niemand gewünscht, aber die Realität zeige, „wie wichtig es ist, eben genau das jetzt auch zu üben“, sagte Grote etwa mit Blick auf die jüngsten Luftraumverletzungen durch Russland. „Wir reden nicht über Konflikte, die nur im Fernsehen stattfinden und in anderen Ländern, sondern es ist natürlich in Form hybrider (…) Angriffe hier auch schon angekommen.“

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