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Ganztägiger Warnstreik im sächsischen Nahverkehr angekündigt

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Februar 2024Keine Kommentare2 Mins Read
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Ganztägiger Warnstreik im sächsischen Nahverkehr angekündigt
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Nach festgefahrenen Verhandlungen ruft Verdi zu Warnstreiks auf. Straßenbahnen und Busse sollen am Freitag stillstehen. Nun ist ein Streikaufruf bei den DVB eingegangen.

Am Freitag soll der öffentliche Nahverkehr in Sachsen ganztägig bestreikt werden. Die Gewerkschaft Verdi hat die Belegschaft kommunaler Verkehrsunternehmen in Chemnitz, Dresden, Leipzig, Plauen und Zwickau am Montag zu einem ganztägigen Warnstreik am 2. Februar 2024 aufgerufen. Die S-Bahnen wären von diesem Warnstreik nicht betroffen.

Am Dienstagvormittag ist ein entsprechender Streikaufruf bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) eingegangen, sagte Gewerkschaftssekretär Robert Braun t-online. In Dresden soll der öffentliche Nahverkehr den ganzen Tag bestreikt werden, bis zur letzten planmäßigen Fahrt. „Wir gehen von einer sehr großen Beteiligung aus“, sagte der Verdi-Verhandlungsführer Paul Schmidt am Donnerstag. Es werde erhebliche Störungen geben.

Schülerverkehr betroffen: kulanter Umgang empfohlen

Hintergrund des Streiks ist die festgefahrene Tarifauseinandersetzung, die seit der ersten Verhandlungsrunde am 24. Januar 2024 in Chemnitz andauert. Eine Annäherung zwischen Verdi und den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) Sachsen konnte bislang nicht erreicht werden. „Die Arbeitgeber begründen ihre Absage an unsere Forderung nach Entlastung mit den steigenden Einkommen der Beschäftigten in den sächsischen Unternehmen“, ordnet Paul Schmidt, Verhandlungsführer von Verdi ein.

Betroffen von den Einschränkungen ist vielerorts auch der Schülerverkehr. Das Kultusministerium empfiehlt den Schulen einen kulanten Umgang mit Schülerinnen und Schülern, die am Freitag verspätet oder gar nicht zum Unterricht erscheinen. „Eltern und älteren Schülern raten wir, einen engen Kontakt zur jeweiligen Schule zu halten, weil die örtliche Situation sehr unterschiedlich sein kann“, betonte ein Sprecher. Die Präsenzpflicht bleibe aber bestehen. Wer es nicht in die Schule schafft, solle sich rechtzeitig von der Schule abmelden.

Mehr Urlaub und höhere Zuschläge

Laut Schmidt würde die Lohnsteigerung allerdings nichts daran ändern, dass Entlastungen dringend nötig wären. „Nur so bringen wir die vorhandenen Belegschaften gesund bis zum Rentenalter und können am umkämpften Arbeitsmarkt ausreichend neue Kolleginnen und Kollegen gewinnen“, so Schmidt, der etwa auf hohe Krankenstände verweist.

Die Forderungen der Beschäftigten umfassen unter anderem eine Erhöhung des Urlaubsanspruchs auf 33 Tage, Zeitzuschläge für Samstagsarbeit und höhere Überstundenzuschläge. Um ein höheres Grundgehalt geht es bei den Verhandlungen in Sachsen nicht.

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