Auch Herzstolpern möglich
Vermehrte Gasbildung kann zahlreiche Beschwerden auslösen
Aktualisiert am 08.09.2025 – 06:49 UhrLesedauer: 3 Min.

Wenn sich im Verdauungstrakt vermehrt Gase bilden, kann das zu teils starken Beschwerden führen. Bei bestimmten Symptomen ist ärztlicher Rat wichtig.
Jeder Mensch hat eine gewisse Menge Gas im Bauch: Tag für Tag zersetzen unzählige Bakterien noch unverdaute Nahrung im Dickdarm. Dabei entstehen verschiedene Gase. Zudem geraten während des Essens und Trinkens geringe Mengen Sauerstoff in den Verdauungstrakt. Die Gase gelangen nach und nach ins Freie, ein Großteil davon über den After. In der Regel passiert dies nahezu unbemerkt.
Wenn täglich mehr als 24 Darmwinde abgehen, sprechen Fachleute von einer Flatulenz – oder schlichtweg von Blähungen. Wenn der Bauch aufgebläht aussieht und sich vorwölbt, wird dies ebenfalls häufig als Blähung bezeichnet. Der Fachbegriff für den „Blähbauch“ ist Meteorismus, was aus dem Griechischen übersetzt etwa „in der Luft befindlich“ heißt.
Haben sich übermäßig viele Gase angesammelt, kann sich das auf unterschiedliche Weise äußern. Blähungen können so starke Symptome auslösen, dass die Betroffenen mitunter eine ganz andere Ursache vermuten als (zumeist harmlose) Gasansammlungen. Sind Blähungen Begleiterscheinung einer Erkrankung, können weitere Symptome hinzutreten.
Eine übermäßige Gasbildung kann viele unterschiedliche Symptome hervorrufen. Welche genau, ist von der Ursache abhängig.
Zu möglichen Symptomen zählen zum Beispiel:
Vermehrtes Pupsen (Flatulenz) ist charakteristisch für Blähungen.
Je nach Ursache können die Darmwinde entweder geruchlos sein oder mehr oder weniger stark riechen. Die üblen Gerüche entstehen insbesondere nach dem Verzehr von Fleisch, Eiern oder Milchprodukten: Bakterien bauen Eiweiß aus der Nahrung ab und setzen dabei Schwefelwasserstoff und ähnliche Verbindungen frei.
Häufig wird auch von Blähungen gesprochen, wenn der Bauch durch übermäßige Gasbildung aufgebläht ist (Meteorismus).
Das Gefühl, regelrecht aufgebläht zu sein, muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass tatsächlich zu viele Darmgase im Spiel sind. Viele Menschen nehmen ihren Bauch als gebläht oder gespannt wahr, ohne dass sich übermäßig viel Gas im Darm befindet. Möglicherweise reagieren sie schon auf „normale“ Gasmengen überempfindlich, oder ihr Darm ist in seiner Beweglichkeit gestört.
Umgekehrt bildet sich bei manchen Menschen viel Gas im Darm, ohne dass sie Symptome eines Blähbauchs bemerken.
Bildet sich eine große Menge Gas im Bauch, dehnen sich die Darmwände. Dies kann sehr schmerzhaft sein und zu Bauchkrämpfen führen. Auch können sich die Blähungen durch rumorende Darmgeräusche bemerkbar machen.
Abhängig von der Ursache können Blähungen von weiteren Symptomen begleitet sein. Dazu zählen etwa Übelkeit, Durchfall, Verstopfung oder Völlegefühl.
Manchmal werden Darmwinde von einer Stuhlinkontinenz begleitet. Dabei entweicht über den After nicht nur Gas, sondern zusätzlich eine geringe Menge Kot. Die Ursachen für dieses als „falsche Freunde“ bezeichnete Symptom sind vielfältig. Dazu zählen unter anderem chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Analfisteln, aber auch eine Demenz. In vielen Fällen steckt jedoch keine Erkrankung dahinter.
