Tipps für die Prävention
Sepsis bei älteren Menschen – wie lässt sie sich verhindern?
04.09.2025 – 16:16 UhrLesedauer: 4 Min.
Ältere Menschen sind besonders anfällig für eine Sepsis (Blutvergiftung). Lesen Sie, woran das liegt und welche Präventionsmaßnahmen sinnvoll sind.
Wenn ein Infekt außer Kontrolle gerät, wird es gefährlich: Bei einer Sepsis (Blutvergiftung) reagiert das Immunsystem so heftig auf die sich ausbreitenden Erreger, dass körpereigenes Gewebe und Organe Schaden nehmen – bis hin zum Organversagen.
Prinzipiell kann das bei jeder Art von Infekt passieren. Allerdings besteht dieses Risiko nicht für jede Person gleichermaßen. Menschen mit bestimmten gesundheitlichen Voraussetzungen sind anfälliger für eine Sepsis als andere. Ein wichtiger Risikofaktor ist das Lebensalter. Besonders häufig kommen Blutvergiftungen bei Säuglingen unter einem Jahr und Erwachsenen jenseits der 60 vor.
Bei Säuglingen lässt sich das meist darauf zurückführen, dass ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Dass Menschen höheren Lebensalters öfter betroffen sind, hat mehrere Gründe.
Im Alter steigt das Risiko für Infektionen aller Art. Zu den häufigeren gehören vor allem Harnwegs- und Atemwegsinfekte. Betagtere Personen haben aber nicht nur eine erhöhte Infektneigung, sondern entwickeln auch öfter ernste Komplikationen wie die Sepsis.
Das liegt vor allem daran, dass
Es wird deutlich: Nicht jede ältere Person, die sich einen Infekt zuzieht, hat eine Blutvergiftung zu befürchten. Entscheidend für das Sepsisrisiko ist der individuelle Gesundheitszustand – und der kann auch bei einem älteren Menschen sehr gut sein.
Eine Sepsis kann in allen Altersgruppen auftreten. Darum ist ein sorgfältiger Infektionsschutz für jeden wichtig – unabhängig vom Alter. Insbesondere folgende Tipps gilt es zu beherzigen:
Ältere Menschen können darüber hinaus noch mehr tun, um einer Sepsis vorzubeugen:
Entscheidend ist es auch, Anzeichen für Infekte ernst zu nehmen und rechtzeitig darauf zu reagieren. Wer Symptome eines Infekts bei sich bemerkt, sollte ärztliche Hilfe suchen. Bei besorgniserregenden Beschwerden wie Fieber, Verwirrtheit, Herzrasen, Durchfall oder Schmerzen ist sofort der Rettungsdienst (112) zu rufen.
