Close Menu
  • Deutschland
  • Regionen
  • Weltweit
  • Politik
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Lifestyle
  • Unterhaltung
  • Tech
  • Auto
  • Sport
  • Mehr
    • Panorama
    • Globale Trends
    • Pressemitteilung
Was geht ab

Wahlkampf-Auftritt von Audi-Chef mit Trump: Partei fordert Rücktritt

26 Oktober 2026

Dynamo-Trainer Stamm fordert Regeländerung bei Elfmeter

26 Oktober 2026

Großbäcker Aryzta schließt Werke in Nordhausen und Gerolzhofen

26 Oktober 2026
Facebook X (Twitter) Instagram
  • Home
  • Buy Now
Facebook X (Twitter) Instagram Pinterest Vimeo
Wöchentlich
  • Deutschland
  • Regionen
  • Weltweit
  • Politik
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Lifestyle
  • Unterhaltung
  • Tech
  • Auto
  • Sport
  • Mehr
    • Panorama
    • Globale Trends
    • Pressemitteilung
Subscribe
Wöchentlich
You are at:Home»Politik»Lächelnd hinter Panzerglas – Klette-Prozess hat begonnen
Politik

Lächelnd hinter Panzerglas – Klette-Prozess hat begonnen

wochentlich.deBy wochentlich.de25 März 2025Keine Kommentare4 Mins Read
Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Email
Lächelnd hinter Panzerglas – Klette-Prozess hat begonnen
Share
Facebook Twitter LinkedIn Pinterest Email Copy Link

Ehemalige RAF-Terroristin

Lächelnd hinter Panzerglas – Klette-Prozess hat begonnen

Aktualisiert am 25.03.2025 – 18:57 UhrLesedauer: 5 Min.

Vergrößern des Bildes

Die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette wirkt am ersten Prozesstag gelassen. (Quelle: Wolfgang Rattay/Reuters/Pool/dpa/dpa-bilder)

News folgen

Daniela Klette wirkt wie eine freundliche Nachbarin, doch die Vorwürfe gegen die ehemalige RAF-Terroristin wiegen schwer. Eindrücke vom Auftakt eines besonderen Prozesses.

Jahrzehnte lebte die mutmaßliche Räuberin und frühere RAF-Terroristin im Untergrund, nun betritt Daniela Klette freundlich lächelnd den Hochsicherheitssaal des Oberlandesgerichts Celle. Die weißhaarige, ungeschminkte Frau trägt einen schlichten, schwarzen Pullover. Sie wirkt gelassen und gut gelaunt. Zur Begrüßung umarmt die 66-Jährige ihre Verteidiger in einem Glaskasten, der eigentlich für Angeklagte in Terrorismusverfahren vorgesehenen ist.

In dem mit Panzerglas gesicherten Raum wird Klette wahrscheinlich viele Tage verbringen. Vor ihr liegt ein langer Prozess – unter anderem wegen 13 Raubüberfällen und versuchten Mordes. Aus Sicherheitsgründen wird nicht in den Räumen des Landgerichts Verden verhandelt, sondern im Oberlandesgericht Celle.

Schon der erste Prozesstag dauert länger als geplant. Am Nachmittag meldet sich Klette erstmals persönlich zu Wort: „Dieser Prozess wird mit politischem Kalkül geführt“, kritisiert die gebürtige Karlsruherin und bedankt sich bei ihren Unterstützern. Am Morgen demonstrierten rund 40 Menschen vor dem Gerichtsgebäude. Einer Unterstützerin, die im Saal den Prozess verfolgt, winkt sie zu. Beide lächeln sich immer wieder aufmunternd an.

Einiges aus der Anklageschrift, die zwei Staatsanwältinnen gut anderthalb Stunden vortragen, war bereits vorab bekanntgeworden. Die Staatsanwaltschaft wirft der Deutschen versuchten Mord unter anderem aus Habgier vor. Die Anklage spricht zudem von versuchtem und vollendetem schweren Raub als „Mitglied einer Bande“ sowie von unerlaubtem Waffenbesitz.

Demnach soll Klette die Überfälle gemeinsam mit Ernst-Volker Staub (70) und Burkhard Garweg (56) begangen haben, die wie sie der sogenannten dritten Generation der linksextremistischen Rote Armee Fraktion (RAF) zugerechnet werden. Wo sich die beiden Männer aufhalten, ist unbekannt. Bei den Überfällen soll Klette meistens das Fluchtauto gefahren haben.

Nach den Ermittlungen sollen Klette und ihre Komplizen von 1999 bis 2016 Geldtransporter und Kassenbüros von Einkaufsmärkten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein überfallen haben. Dabei sei das Trio „arbeitsteilig und äußerst konspirativ“ vorgegangen, sagt die Erste Staatsanwältin Annette Marquardt.

Demnach plante die Bande ihre Verbrechen genau, mietete unter falschen Namen Fahrzeuge, spähte die Tatorte aus und fertigte davon Zeichnungen an. Laut Anklage verkleideten sich die Tatverdächtigen mitunter mit Perücken und falschen Schnurrbärten. Manchmal trugen sie Sturmhauben oder verdeckten ihre Gesichter mit Tüchern.

Klette, Garweg und Staub hätten die zeitintensive Planung und die Ausführung der Raubüberfälle als ihre Arbeit angesehen, sagt die Staatsanwältin. Demnach wollten sie mit den Straftaten ihren Lebensunterhalt finanzieren. Bei den Taten sollen sie mehr als 2,7 Millionen Euro erbeutet haben.

Um Widerstände zu überwinden, hatte das Trio den Ermittlungen zufolge Waffen dabei: Eine täuschend echt aussehende Panzerfaust, Elektroschocker und Pistolen. Laut Anklage bedrohten die drei ihre Opfer.

Im Gerichtssaal zeigt sich die Angeklagte aufmerksam und gelassen. Sie hört ruhig zu, manchmal stützt sie ihren Kopf in die Hände. Beim Betreten des Saals hat sie einen schwarzen Beutel mit der Aufschrift „Kultursack“ dabei. Die 66-Jährige wirkt wie eine freundliche Nachbarin.

Die Verteidigungsstrategie der drei Klette-Anwälte wird schon am ersten Prozesstag deutlich. Sie sprechen von einer öffentlichen Vorverurteilung. Es werde nicht berücksichtigt, dass sich die RAF 1998 aufgelöst habe. Die Anklage durchziehe der „denunziatorische Grundgedanke, dass es sich bei der Angeklagten um eine skrupellose Schwerverbrecherin handelt“, sagt Ulrich von Klinggräff. Die Verteidiger weisen den Vorwurf zurück, Klette habe billigend in Kauf genommen, dass bei den Überfällen auch Menschen getötet werden könnten.

„Die gesamte öffentliche Vorverurteilung steht in Zusammenhang mit der RAF“, sagt die Anwältin Undine Weyers. Sie zieht unter anderem auch in Zweifel, dass bei einem Überfall in Richtung des Fahrers geschossen worden sei. Aus Sicht der Verteidigung stellen die Behörden Klette als gefährlicher dar als sie ist. Nach ihrer Festnahme am 26. Februar 2024 in Berlin-Kreuzberg fanden die Ermittler unter anderem Pistolen, Munition und sogar Kriegswaffen in der Wohnung der früheren RAF-Terroristin, in der Nachbarn sie als Claudia kannten.

Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Email
wochentlich.de
  • Website

Related Posts

Wahlkampf-Auftritt von Audi-Chef mit Trump: Partei fordert Rücktritt

26 Oktober 2026

Vergesellschaftung in Berlin – Dobrindt-Plan laut Eralp verfassungswidrig

26 Oktober 2026

Zentralrat der Juden glaubt nicht an Abkehr

26 Oktober 2026
Leave A Reply Cancel Reply

Redakteurfavoriten

Dynamo-Trainer Stamm fordert Regeländerung bei Elfmeter

26 Oktober 2026

Großbäcker Aryzta schließt Werke in Nordhausen und Gerolzhofen

26 Oktober 2026

Hier war Lena Meyer-Landrut vor ESC-Erfolg zu sehen

26 Oktober 2026

Experte gibt Wetter-Prognose ab – Wintergruß

26 Oktober 2026

Neueste Beiträge

Forscher lösen Rätsel um van-Gogh-Bild

26 Oktober 2026

Betrüger täuschen Kunden mit Fake Shops

26 Oktober 2026

„Großstadtrevier“-Stars kehren auf die Bühne des St. Pauli Theater zurück

26 Oktober 2026

Recent Posts

  • Wahlkampf-Auftritt von Audi-Chef mit Trump: Partei fordert Rücktritt
  • Dynamo-Trainer Stamm fordert Regeländerung bei Elfmeter
  • Großbäcker Aryzta schließt Werke in Nordhausen und Gerolzhofen
  • Hier war Lena Meyer-Landrut vor ESC-Erfolg zu sehen
  • Experte gibt Wetter-Prognose ab – Wintergruß

Recent Comments

Es sind keine Kommentare vorhanden.
© 2026 wochentlich

Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.