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Löwen Frankfurt: Trainer Franz-David Fritzmeier soll Abstieg verhindern

wochentlich.deBy wochentlich.de10 Januar 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Löwen Frankfurt: Trainer Franz-David Fritzmeier soll Abstieg verhindern
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Bei den Löwen Frankfurt geht die Abstiegsangst umher. Im Endspurt in der DEL setzt der Klub auf einen Mann für alle Fälle. Kann er das Team wieder in die Spur bringen?

Franz-David Fritzmeier ist das, was man im Sport gerne einmal als „Feuerwehrmann“ bezeichnet. Einer, der in scheinbar ausweglosen Situationen, wenn es sprichwörtlich lichterloh brennt, die Kohlen aus dem Feuer holen soll. Zweimal hat der 43-Jährige das in den vergangenen Jahren bei den Löwen Frankfurt bereits erfolgreich gemacht. Am Dienstag begann nun sein dritter Einsatz beim Klub der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aus der Mainmetropole.

Tags zuvor hatten sich die Löwen von Cheftrainer Matti Tiilikainen getrennt. Es gab schlichtweg keine Argumente mehr dafür, weiter am Finnen festzuhalten. Zehn Niederlagen in Folge, der Absturz aus den Pre-Playoff-Plätzen und gerade einmal noch fünf Pünktchen Vorsprung auf den Abstiegsplatz der DEL waren einfach zu viel des Guten. Und so tauschte Fritzmeier, seit 2017 eigentlich Sportdirektor in Frankfurt, kurzerhand sein Sakko gegen die Trainingsklamotten. „Ich bin ready to go“, sagte er dem „hr-sport“.

Löwen Frankfurt ziehen die Reißleine

Dass der gebürtige Bad Tölzer, der selbst acht Jahre in der DEL die Schlittschuhe geschnürt hatte, nicht schon viel früher die Reißleine gezogen hat, lag an zwei Gründen. Zum einen war man bei den Löwen bis zuletzt vom akribischen Arbeitseinsatz Tiilkainens überzeugt. Zum anderen wäre ein Trainerwechsel im engen Spielplan zwischen den Jahren mit acht Partien binnen 18 Tagen kein einfaches Unterfangen gewesen.

Und so wurde dem 36-Jährigen eine Gnadenfrist gewährt. Doch die 1:2-Niederlage nach Führung am vergangenen Sonntag in München war dann doch die berühmte eine zu viel. Daher sei man zu dem Entschluss gekommen, den Schritt der Trennung nun 16 Spiele vor Ende der Hauptrunde zu gehen, erklärte Fritzmeier in einer Stellungnahme des Vereins. „Wir bedauern, dass wir die Zusammenarbeit mit Matti beenden müssen und sich unsere Wege an dieser Stelle trennen werden.“

Hoffen auf den „Fritzmeier-Effekt“

Was nun bleibt, ist die Hoffnung auf den „Fritzmeier-Effekt“. Bis heute unvergessen ist die Geschichte seines ersten Einsatzes als „Feuerwehrmann“ bei den Löwen. Im März 2018 trennten sich die Frankfurter vom damaligen Headcoach Paul Gardner – und das mitten während der Playoffs gegen den hessischen Rivalen Kassel Huskies. 0:2 lagen die Löwen zu diesem Zeitpunkt in der Best-of-seven-Serie bereits zurück, das Aus im Viertelfinale drohte. Doch unter Fritzmeier gelang dem Team das nicht mehr für möglich gehaltene Comeback.

Nach vier Siegen in Serie zog Frankfurt ins Halbfinale ein, in dem allerdings gegen den späteren Meister Bietigheim Steelers Endstation war. Rund zweieinhalb Jahre später waren es erneut die Huskies, die einem Löwen-Trainer das Genick brachen. Nach einer krachenden 0:7-Pleite im Derby musste Olli Salo seine Sachen packen. Wieder kehrte Fritzmeier zurück an die Bande und führte das Team noch in die Playoffs, in denen erneut die Steelers eine Nummer zu groß waren.

Zwei schwierige Spiele vor der Brust

Geplant war das neuerliche, dritte Engagement als Coach nicht. Doch unverhofft kommt bekanntlich oft. „Es ist unerwartet. Ich hätte nicht gedacht, dass ich heute hier stehe“, sagte Fritzmeier am Mittwoch der „hessenschau“ am Rande seiner ersten Trainingseinheit. Viel Zeit, die verunsicherte Mannschaft wieder in die Spur zu bringen, hat er indes nicht. Bereits am Donnerstag kommt Vizemeister ERC Ingolstadt in die Eissporthalle Frankfurt, am Sonntag geht es zu den Nürnberg Ice Tigers, die zuletzt fünfmal in Serie gepunktet haben.

Besondere taktische Feinschliffe, gar ein neues System wird der 43-Jährige dem Team bis dahin kaum einimpfen können. Er setzt daher an anderer Stelle an. „Wir brauchen eine Disziplin“, erklärte er im Gespräch mit der „hessenschau“. Denn zuletzt, so war zu hören, sollen einige Spieler mehr gemeckert als gearbeitet haben.

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