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Panorama

Evakuierungen in Sachsen-Anhalt – Dimension der Überflutungen unklar

wochentlich.deBy wochentlich.de26 Dezember 2023Keine Kommentare3 Mins Read
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Evakuierungen in Sachsen-Anhalt – Dimension der Überflutungen unklar
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Kurz vor Weihnachten ist Tief „Zoltan“ über Deutschland gezogen. Nun wird vor Dauerregen gewarnt. Mehrere Regionen sind von Hochwasser betroffen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick


Angesichts anhaltender Regenfälle und gesättigter Böden bleibt die Hochwassergefahr in Teilen von Deutschland bestehen. In Thüringen wird eine Ortschaft bereits evakuiert. Im Norden wurden Sturmfluten erwartet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt weiterhin vor Dauerregen in mehreren Regionen.

Evakuierungen und Höchststände in Flüssen

22.14 Uhr: Der zweite Weihnachtsfeiertag dürfte mancherorts recht angespannt verlaufen sein. Zwei Orte im Landkreis Mansfeld-Südharz mussten evakuiert werden. An vielen weiteren Orten bauten freiwillige Helfer und Einsatzkräfte Dämme aus Sandsäcken, um die Häuser vor Überflutung zu schützen. Einen Überblick über den Unwettertag lesen Sie hier.

Zweiter Ort im Landkreis Mansfeld-Südharz wird evakuiert

19.51 Uhr: Nach der Ortschaft Thürungen wird nun auch der Sangerhäuser Ortsteil Oberröblingen im Landkreis Mansfeld-Südharz evakuiert. Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) schreibt, fahren bereits Lautsprecherwagen der Feuerwehr durch den Ort. Die Bewohner werden dazu aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen.

Betroffen seien laut „MZ“ die Sangerhäuser Straße, die Riethgasse und die Kapellengasse. Die Anwohner sollen sich in der Turnhalle des Ortes einfinden, diese wird gerade als Notunterkunft vorbereitet. Zuvor postete die Feuerwehr auf Facebook: „Es ist in den kommenden Stunden mit einer Überflutung der Talsperre Kelbra zu rechnen. Dies hat für die Bevölkerung der Ortschaft Oberröblingen die Folge, dass Teile des Ortsgebietes überflutet werden. Die genauen Dimensionen der Überflutung können derzeit nicht abgeschätzt werden.“

Evakuierung im Landkreis Mansfeld-Südharz

17.23 Uhr: Wegen drohender Überschwemmungen am vollgelaufenen Stausee Kelbra und an der Helme hat der Landkreis Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt) die Bewohner der Ortschaft Thürungen zur Evakuierung aufgefordert. „Alle Einwohnerinnen und Einwohner sind aufgerufen, bis spätestens 18 Uhr ihre Häuser zu verlassen“, teilt eine Sprecherin des Kreises mit. Es handele sich um etwa 180 Menschen.

Sie sollten sich zu Verwandten oder Bekannten begeben, heißt es. Eine Notunterkunft sei in der Ziegelhüttenstraße in Kelbra eingerichtet. Thürungen gehört zur Verbandsgemeinde Goldene Aue.

Nach den Dauerregenfällen in den vergangenen Tagen ist der Stausee Kelbra an die Kapazitätsgrenze angelangt, in den Ortschaften entlang der Helme drohen Überschwemmungen. Betroffen sind dem Landkreis zufolge Orte in den Gemeinden Goldene Aue, Südharz, Sangerhausen und Allstedt. Auch dort sollten sich die Einwohner auf mögliche Evakuierungen vorbereiten.

Dresden baut weiteren Hochwasserschutz auf

16.23 Uhr: Die Stadt Dresden wappnet sich für den weiteren Anstieg der Elbe. Die Feuerwehr sei im Einsatz und schütze das Laubegaster Ufer mit Sandsäcken, teilt die Stadt mit. „Die Freiwillige Feuerwehr Loschwitz baut gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Striesen insgesamt 2.100 Sandsäcke auf.“ Zudem werde am Terrassenufer der Aufbau des Dammbalken-Systems vorbereitet.

In der Landeshauptstadt gilt bereits Alarmstufe 2. Allerdings steigt der Wasserstand der Elbe weiter. Nach einer Prognose des Landeshochwasserzentrums wird er am Mittwochmorgen in Dresden die Marke von 6 Metern und damit Alarmstufe 3 von 4 erreichen.

Lage in Niedersachsen bleibt angespannt

16.08 Uhr: Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) rechnet in den kommenden Tagen weiter mit einer angespannten Hochwassersituation. „Tatsächlich ist die Lage in ganz Niedersachsen sehr angespannt“, sagte NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer bei einem Vor-Ort-Termin mit Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) an der Okertalsperre im Harz.

Zwar soll es in den kommenden Tagen nicht mehr regnen, es sei trotzdem eine „außergewöhnliche Lage“, sagt Andreas Lange, Bereichsleiter für Ressourcen und Prokurist beim Betreiber Harzwasserwerke. Mehr dazu lesen Sie hier.

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