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Panorama

900 Menschen vermisst in Tunnelsystemen

wochentlich.deBy wochentlich.de1 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Katastrophe im Himalaya

Schwere Vorwürfe gegen China


Aktualisiert am 01.09.2026 – 13:57 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eine Leiche wird geborgen: In Nepal werden rund 900 Arbeiter in Tunnelsystemen vermutet. (Quelle: Kaslai Dine/AP/dpa)

Die Zahl der Todesopfer im Himalaya steigt weiter, die der Vermissten auch. Jetzt droht die Katastrophe nach der Katastrophe. China sieht sich unterdessen Vorwürfen ausgesetzt.

Nach der gewaltigen Sturzflut im Himalaya ist die Zahl der Toten in Nepal und Tibet auf mehr als 1.000 gestiegen. In ihrer jüngsten Statistik spricht die Polizei in Kathmandu von 1.007 Toten allein in Nepal. China hatte zuvor 16 Opfer auf der tibetischen Seite gemeldet.

Viele Leichen sind den Behörden zufolge bei ihrem Fund entstellt und teilweise schon stark verwest. Die Zahl der Todesopfer dürfte in den nächsten Tagen und Wochen noch weiter steigen.

Die Zahl der Vermissten stieg unterdessen auf fast 4.600. In Tibet waren es zuletzt knapp 550. Allein rund 900 Arbeiter werden noch in den Tunnelsystemen verwüsteter Wasserkraftanlagen vermutet. Die Flutwelle habe zwölf im Betrieb oder im Bau befindliche Wasserkraftprojekte getroffen, sagte ein Vertreter des Verbands unabhängiger Stromerzeuger Nepals der Deutschen Presse-Agentur. Auch von Hunderten Ausländern – darunter mehrere Deutsche – fehlt seit der Katastrophe vom vergangenen Mittwoch jede Spur.

Im Video | Mann filmt Flucht vor Sturzflut

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Gefährliche Krankheiten: Save the Children warnt

Experten warnen vor dem Ausbruch gefährlicher Krankheiten: Mitarbeiter der Hilfsorganisation Save the Children berichteten von katastrophalen hygienischen Bedingungen im Unglücksgebiet. „Verwesende menschliche und tierische Überreste, nicht entsorgter Abfall und stehendes Wasser erhöhen zusätzlich das Gesundheitsrisiko für die Menschen in der Region“, hieß es in einer Mitteilung der Organisation. Dass es in einigen der besonders betroffenen Regionen weiter regne, mache die Situation noch schlimmer.

Angesichts der Situation ruft Save the Children Regierungen, Geber und humanitäre Partner dazu auf, die Finanzmittel für die Nothilfe in Nepal aufzustocken.

Im Video | Luftaufnahmen zeigen das Ausmaß der Katastrophe

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China weist Vorwurf der Zensur nach Flutkatastrophe zurück

Menschenrechtsorganisationen kritisieren unterdessen die Informationslage rund um die Sturzflutkatastrophe in Chinas autonomer Region Tibet. Die Organisation Human Rights Watch (HRW) verwies auf Berichte, wonach Journalisten in China der Zutritt zum Katastrophengebiet sowie Interviews mit den betroffenen Familien untersagt worden seien.

Ausländische Journalisten benötigen für eine Einreise nach Tibet schon seit Jahren eine Sondergenehmigung. Aus Nepal berichten seit der Flutkatastrophe am vergangenen Mittwoch auch zahlreiche ausländische Medienvertreter – aus dem Südwesten Tibets dagegen bislang nur staatliche Medien. Immer wieder machen Menschenrechtsorganisationen darauf aufmerksam, dass Peking dort die Meinungsfreiheit beschneidet und die kulturelle Assimilierung der Bevölkerung vorantreibt.

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