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„3I/Atlas“: Interstellarer Komet verblüfft Forscher

wochentlich.deBy wochentlich.de6 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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„3I/Atlas“: Interstellarer Komet verblüfft Forscher
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„Älter als die Sonne“

3I/Atlas: Interstellarer Komet verblüfft Astronomen


06.07.2026 – 11:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

3I/Atlas: Bei dem Himmelsobjekt handelt es sich um einen seltenen interstellaren Kometen. (Quelle: Gianluca Masi/AP/dpa/dpa-bilder)

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Neue Untersuchungen des interstellaren Kometen 3I/Atlas werfen ein neues Licht auf dessen Entstehung. Der Himmelskörper stammt wohl aus einem alten Sternensystem.

Der Komet 3I/Atlas, der derzeit das Sonnensystem durchquert, überrascht Astronomen weltweit immer wieder. Neue Untersuchungen des interstellaren Besuchers zeigen, dass das Objekt aus den Außenbereichen eines alten Sternensystems stammt.

Das teilt die Europäische Südsternwarte (Eso) mit, die 3I/Atlas auf seine chemischen Zusammensetzungen untersucht hat. Dafür hat die Eso ihr Riesenteleskop Very Large Telescope (VLT) in der Atacama-Wüste im Norden Chiles genutzt.

Die Ergebnisse ihrer Studie unter der Leitung der Astronomin Cyrielle Opitom haben die Forscher in der Fachzeitschrift „Nature Astronomy“ veröffentlicht.

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Indikator für die Herkunft des Kometen

„Im Gegensatz zu Kometen aus unserem Sonnensystem weist dieser interstellare Besucher ungewöhnlich hohe Kohlenstoff- und Stickstoff-Isotopenverhältnisse auf“, sagt Aravind Krishnakumar, Forscher an der Universität Lüttich und Mitautor der Studie.

Die Verhältnisse von Kohlenstoff- und Stickstoffisotopen „in Cyanidmolekülen, die im Gas um den Kometen herum“ vorhanden sind, gelten demnach als Indikator für die Herkunft eines solchen Himmelskörpers.

Laut der Forscher seien diese Eigenschaften eng mit den physikalischen Bedingungen in der Entstehungsumgebung verknüpft und änderten sich kaum, während der Komet durch den Weltraum reist.

Die Ergebnisse der Eso ergänzten die einer anderen Untersuchung, deren Ergebnisse vergangene Woche von der Nasa veröffentlicht wurde. Die Studie unter der Leitung von Martin Cordiner am Nasa Goddard Space Flight Center in den USA wurde mit dem James-Webb-Weltraumteleskop durchgeführt und ergab eine ähnliche chemische Zusammensetzung des Kometen.

„Fossilien eines Planetenentstehungsprozesses“

Bei beiden Untersuchungen sei das Verhältnis von Kohlenstoff- und Stickstoffisotopen, die im Gas um den Kometen herum vorhanden sind, ein guter Indikator für die Herkunft eines Kometen, da sie äußerst empfindlich auf die physikalischen Bedingungen seiner Entstehungsumgebung reagieren. Zudem änderten sich diese Eigenschaften kaum, während der Komet durch das Weltall reist.

imago images 0823499844Vergrößern des Bildes
Very Large Telescope (VLT): Die Anlage steht in Chile und ist eines der größten jemals gebauten Teleskopsysteme. (Quelle: IMAGO/Philip Reynaers/imago)

„Sie sind sozusagen Fossilien eines Planetenentstehungsprozesses, der sich sehr weit entfernt zugetragen hat, den wir aber aus viel größerer Nähe untersuchen können“, sagte die Astronomin Opitom.

Aus den Daten schließen die Forscher, dass 3I/ATLAS wahrscheinlich in den äußeren Bereichen um einen alten Stern mit „niedriger Metallizität“ entstanden ist. Solche Sterne enthalten nur wenige Elemente, die schwerer sind als Helium. Sie gelten als Sterne, die entstanden sind, als das Universum noch jünger und chemisch weniger reichhaltig war, heißt es.

Hinweis auf ein sehr altes Sternensystem

Das Team vermutet deshalb, dass der Komet um einen Stern entstanden ist, der viel älter ist als die Sonne. Die Ergebnisse der Studien verschiedener Teams deuteten darauf hin, „dass 3I/Atlas sogar mehr als doppelt so alt wie die Sonne ist“.

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