Polizei setzt Wärmebildkamera ein
19 Hotelgäste dringen in Sperrgebiet ein
10.09.2026 – 11:35 UhrLesedauer: 2 Min.
In Hamburg wird eine Weltkriegsbombe gefunden, die Polizei richtet einen Sperrbereich ein. Eine Gruppe von Hotelgästen beschließt, sich dem nicht zu beugen.
Mehrere Menschen sind in Hamburg über S-Bahngleise geirrt, weil sie zu ihrem Hotel gelangen wollten. Wie die Bundespolizei Hamburg mitteilte, widersetzten sich die insgesamt 19 Erwachsenen den Anweisungen der Polizei, nach dem Fund einer Weltkriegsbombe einen gesperrten Abschnitt zu meiden.
Die Fliegerbombe war am Mittwochnachmittag bei Bauarbeiten am Bahnhof Diebsteich entdeckt worden. Es hieß, die Bauarbeiter hätten die Bombe bewegt: eine gefährliche Situation, die die Experten des Kampfmittelräumdienstes laut NDR unter Druck setzte, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der chemische Langzeitzünder der Bombe in Gang gesetzt worden war.
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In einem Radius von 400 Metern um die Fundstelle mussten rund 2.500 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Durch die Sperrungen waren auch die 19 Erwachsenen von ihrem Hotel abgeschnitten. Sie beschlossen, sich einen alternativen Weg über die Gleise zu suchen.
Lebensgefahr: Stromschienen führen 1.200 Volt Gleichstrom
Anwohner sahen die Gruppe im Gleisbereich zwischen den S-Bahnhöfen Diebsteich und Ottensen und riefen die Polizei. Die Beamten machten die Hotelgäste schließlich mithilfe einer Wärmebildkamera ausfindig und führten sie von den Gleisen.
Im Einsatz waren vier Streifenbesatzungen der Bundespolizei. Trotz des zu der Zeit eingestellten Zugverkehrs sei das Laufen im Gleisbereich wegen der Stromschienen lebensgefährlich, betonte die Bundespolizei. Die 19 Personen hätten sich direkt an den Stromschienen aufgehalten, die 1.200 Volt Gleichstrom führten.
Um 22.54 Uhr meldete die Hamburger Polizei auf ihrem Whatsapp-Kanal, dass der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg die Fliegerbombe erfolgreich entschärft hatte.