Eklat in der 3. Liga

Ex-Bundesliga-Star provoziert gegnerische Fans


26.04.2026 – 10:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Florian Niederlechner: Er hat in dieser Saison drei Tore in 25 Spielen geschossen. (Quelle: IMAGO/osnapix / Michael Titgemeyer/imago)

Die Schlussphase bei den „Löwen“ hat es in sich. Die Fans bekommen einen Platzverweis und fünf Tore geboten – und einen Aufreger um einen der Torschützen.

Markus Kauczinski fand es am Ende einfach nur krass. „Das ist am Saisonende so, das kann in der ersten Halbzeit 5:5 stehen“, meinte der Trainer des TSV 1860 München nach dem wilden 3:2 (0:0) in der 3. Liga gegen den SSV Ulm. Alle fünf Tore bei diesem Spiel fielen in der Schlussviertelstunde – dazu gab es die Gelb-Rote Karte für den Ulmer Niko Vukančić (80.).

Und es gab einen Eklat um Ex-Bundesliga-Stürmer Florian Niederlechner (u.a. Freiburg und Augsburg). Eingewechselt in der 75. Minute, traf er nur neun Minuten später zum 3:1 (84.). Eine spielentscheidene Szene, die ihn wohl – noch vor Ekstase und unter Druck stehend – zu einem unnötigen Scharmützel mit den Ulmer Fans hinreißen ließ.

Nach seinem Tor drehte er ab und lief vor der Ulmer Fankurve her – dabei zeigte er mit dem Finger in die Massen und brüllte herum. Was ihm da von den Lippen kam, wird nach Ansicht der Szene nicht ganz klar. Allerdings wollte sich Ulms Torwart, Christian Ortag, das nicht gefallen lassen, eilte aus dem Tor und schnappte sich Niederlechner an seinem Trikotkragen. Erst Schiedsrichter Nico Fuchs und weitere Münchner Spieler konnten die beiden trennen. Fuchs zeigte den Streithähnen dann noch jeweils die Gelbe Karte.

Nach sechs sieglosen Spielen nacheinander erkämpften sich die „Löwen“ am 35. Spieltag so mal wieder einen Dreier. „Insgesamt haben wir gezeigt, dass wir heute gewinnen wollen, auch um für unsere Fans nochmal ein gutes Spiel zu machen“, sagte Kauczinski nach einer turbulenten Woche, in der unter anderem das Vertragsende mit Kapitän Jesper Verlaat bestätigt wurde.

Tim Danhof brachte die „Löwen“ in der 74. Minute mit einem direkten Freistoß in Führung. Mit seinem 15. Saisontor machte Sigurd Haugen (77.) nach einer Vorlage Niederlechners, der später dann noch das dritte Tor erzielte, den Doppelschlag perfekt. Die dezimierten Ulmer schafften durch Elias Löder (83.) und Evan Brown (90.+3) aber noch zweimal den Anschluss.

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