35-Jähriger stirbt

Todesfahrt durch Hamburg – Mordprozess gegen Raser

28.07.2026 – 11:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Blick ins Cockpit eines BMW (Symbolbild): Ein junger Autofahrer muss sich nach einer rasanten Fahrt wegen Mordes verantworten. (Quelle: IMAGO / Eibner)

Ein 18-Jähriger soll ohne Führerschein und unter Drogen vor der Polizei geflohen sein. Die Fahrt endete mit einem tödlichen Unfall. Nun steht er vor Gericht.

Vor dem Hamburger Landgericht hat am Dienstag der Prozess gegen einen 18-Jährigen begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm nach einer tödlichen Fluchtfahrt unter anderem Mord und versuchten Mord vor.

Der Fall wird vor der für schwere Straftaten zuständigen Jugendkammer verhandelt. Angeklagt ist der junge Mann außerdem wegen gefährlicher Körperverletzung, eines verbotenen Autorennens mit Todesfolge, Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Flucht mit bis zu 115 km/h

Der 18-Jährige soll am 31. Januar gegen 6.18 Uhr unter dem Einfluss von THC mit einem BMW auf der Fruchtallee in Richtung Innenstadt gefahren sein. Einen Führerschein besaß er laut Anklage nicht. Auf dem Beifahrersitz saß ein 35 Jahre alter Mann.

  • „Warum haben Sie das gemacht?“: Christina Block drohte Haftbefehl
  • „Manchmal schwer für mich“: Annett Louisan lebt seit drei Jahren nüchtern

Als eine Polizeistreife den Fahrer mit Blaulicht und Leuchtsignal zum Anhalten aufforderte, soll er stark beschleunigt haben. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wollte er einer Kontrolle entkommen.

Während der Flucht soll der Angeklagte eine rote Ampel an der Kreuzung Schäferkampsallee/Kleiner Schäferkamp missachtet haben. Zudem habe er mit riskanten Manövern andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Am Dammtorbahnhof soll er den BMW auf 107 km/h beschleunigt haben. Auf dem Alsterglacis fuhr er der Anklage zufolge zeitweise auf der Gegenfahrbahn.

Beifahrer stirbt im Krankenhaus

An der Kreuzung An der Alster/Holzdamm soll der BMW gegen 6.20 Uhr bei mindestens 115 Kilometern pro Stunde ins Schleudern geraten sein. Anschließend prallte das Auto frontal gegen einen Lastwagen.

Der Lkw-Fahrer wurde verletzt und erlitt laut Anklage eine posttraumatische Belastungsstörung. Der 35-jährige Beifahrer des BMW-Fahrers starb trotz Wiederbelebungsversuchen und einer Notoperation im Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass dem Angeklagten die Gefahr eines tödlichen Unfalls bewusst war. Auch Verletzungen unbeteiligter Menschen durch umherfliegende Trümmerteile soll er in Kauf genommen haben.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version