Am Rande von Party
15-Jähriger erstochen: Polizei zeigt Fotos der Verdächtigen
Aktualisiert am 22.09.2026 – 13:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Umfeld einer Party eskaliert ein Streit – ein Teenager hat nach mehreren Stichen keine Chance und stirbt. Jetzt suchen die Beamten die mutmaßlichen Täter mit Fotos.
Nach tödlichen Stichen auf einen 15-Jährigen im nordrhein-westfälischen Marsberg (Hochsauerlandkreis) hat die Polizei Fotos der beiden Tatverdächtigen veröffentlicht. Gesucht werden demnach ein 22-Jähriger und ein 23-Jähriger, beide aus Hamm. Eine Sprecherin der Polizei teilte t-online am Dienstagvormittag mit, die Fahndung sei noch aktuell – auch wenn die Webseite zu den Fahndungsbildern aus technischen Gründen zeitweise nicht erreichbar sei.
Die Ermittler baten: „Sollten Sie die Personen erkennen oder Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen können, alarmieren Sie bitte die Polizei unter der Notrufnummer 110 oder die Kriminalwache Dortmund unter 0231-132 7441.“
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Die Gewalttat hatte am Samstagabend den 20.000-Einwohner-Ort Marsberg im Sauerland erschüttert: Im Umfeld einer privaten Geburtstagsfeier sei es zu einem Streit zwischen zwei Gruppen gekommen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft dem WDR. Mindestens einer der beiden Gesuchten soll auf den 15-Jährigen aus Dortmund mit einem Messer eingestochen haben. Dieser starb noch vor Ort. Ein 18-jähriger Begleiter des Teenagers wurde zudem schwer verletzt.
Tödliche Stiche nach Party: „Ich empfinde Entsetzen“
Zu den Hintergründen des Streits gaben die Ermittler zunächst keine Details bekannt. Unbestätigten Berichten der „Bild“-Zeitung zufolge soll es bei dem Streit angeblich um verschwundene 200 Euro gegangen sein. Demnach seien zunächst zwei Mädchen mit den späteren Tatverdächtigen aneinandergeraten. Der 15-Jährige habe die Mädchen beschützen wollen und sei deshalb attackiert worden.
Eine Anwohnerin schilderte dem WDR: „Ich empfinde Entsetzen. Ich dachte immer, wir sind hier sicher.“ Und Dietmar Rosenkranz, Ortsbürgermeister des Marsberger Ortsteils Essentho, sprach von einer „Art Schockstarre“ im Ort. „Das wird man so einfach nicht verarbeiten können.“
Bei der Fahndung nach den beiden Verdächtigen setzte die Polizei unter anderem Hubschrauber ein – bislang ohne Erfolg.
