In Köln könnte laut der Webseite der Protestbewegung die größte Demo des Landes stattfinden. Anmelder der Veranstaltung rechnen mit 15.000 Teilnehmern – zu viele für den Heumarkt, wo die Veranstaltung unter dem Titel „Bildung / Wehrpflicht / Bezahlbares Leben“ eigentlich stattfinden sollte.

Nach Angaben der Polizei kann es zu Verkehrsproblemen kommen. Aktuell sei noch unklar, ob die Rheinuferstraße gesperrt werde. Polizei und Anmelder befänden sich noch in Kooperationsgesprächen, auch darüber, ob die Demo wie geplant als Aufzug oder als Standdemonstration stattfinden wird.

Einsatzleiter Martin Lotz erklärte am Donnerstag: „Wir nehmen die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger angesichts der Berichterstattungen und Bilder zu den Protesten und der aktuellen Entwicklungen sehr ernst. Wir werden alles dafür tun, damit es nicht zu gewalttätigen Aktionen oder Ausschreitungen vergleichbar mit den Ereignissen im europäischen Ausland kommt. Dafür sind wir mit zahlreichen Beamtinnen und Beamten, darunter der Bereitschaftspolizei, im Stadtgebiet präsent.“

Demonstranten von „Gen Z regelt“ blockieren Eingang der TH Köln

Einsatzwagen der Polizei (Symbolfoto): Am Donnerstag kam es zu einer Demo vor der TH am Ubierring. (Quelle: IMAGO/Maximilian Koch/imago)

In der Kölner Südstadt ist es am Donnerstagmorgen zu einer Demonstration der Gruppierung „Gen Z regelt“ gekommen. Eine Polizeisprecherin sagte der Kölner Lokalredaktion von t-online, dass gegen 7.30 Uhr rund 30 Personen sich an einem Eingang der Technischen Hochschule am Ubierring zunächst versammelt hatten und diesen dann blockiert haben.

In Berlin haben Mitglieder von „Gen Z regelt“ das das Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin blockiert: Auch in Köln kam es bereits vor Samstag zu Protesten. (Quelle: dpa/Michael Ukas)

Am Vormittag liefen Gespräche zwischen der Kölner Polizei und dem Versammlungsleiter der nicht angemeldeten Kundgebung. Die Demonstranten hatten dabei signalisiert, ihren Protest auf eine angrenzende Wiese zu verlagern. Sie hatten Fahnen und Bannern zu dem Gebäude mitgebracht. Ihr Protest verlief friedlich, so die Polizeisprecherin.

Laut dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ will das Präsidium der Hochschule die Demonstranten zu einem Gespräch empfangen, wo über ihre Forderungen gesprochen werden kann. Trotz der Blockade konnten die TH-Studenten laut dem Bericht über einen Nebeneingang zu ihren Veranstaltungen am Morgen kommen.

Halloween-Demos in Köln und NRW: Reul warnt vor Gewalt

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat vor den angekündigten Protesten der Generation Z am Samstag (31. Oktober) ein konsequentes Vorgehen gegen mögliche Ausschreitungen angekündigt. Auch in Köln, Düsseldorf, Essen und Aachen sind Demonstrationen geplant. Nach Angaben des NRW-Innenministeriums liegen der Polizei bislang keine konkreten Hinweise auf geplante Gewalttaten vor.

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