Zahlreiche Mythen und Weisheiten ranken sich um das Glück. Ganz praktische Grundsätze zum Glücklichsein hat der Psychologe Michael W. Fordyce entwickelt.

Das Wichtigste im Überblick


Bereits Aristoteles beschrieb das Glück als „das höchste Ziel des menschlichen Lebens“. Obwohl sich viele Menschen so sehr danach sehnen, ist der Weg dahin nicht immer leicht und die Momente, in denen das Glück aufflammt, vergänglich. Neben der Philosophie hat sich auch in der Wissenschaft ein eigenes Forschungsfeld dazu entwickelt: die Glücksforschung.

Ein Vorreiter auf dem Gebiet war der amerikanische Psychologe Michael W. Fordyce. Auf der Grundlage von empirischen Beobachtungen leitete er 14 Grundsätze ab, die dabei helfen sollen, das persönliche Glück zu steigern.

Dabei verfolgte er einen ganzheitlichen Ansatz und berücksichtigte neben emotionalen, situativen sowie physiologischen auch kognitive und biografische Faktoren. Zwar gibt es die eine Anleitung zum Glück nicht, aus seinen Grundsätzen ergeben sich aber Impulse, die zum Nachdenken anregen und dabei helfen können, etwas glücklicher durchs Leben zu gehen.

1. Aktivität macht glücklich

Die Wahrscheinlichkeit, dass uns das Glück beim Serienschauen auf der Couch besucht, ist relativ gering. Deshalb sollten wir das Glück nicht dem Zufall überlassen, sondern uns aktiv darum bemühen. Wer sich überwindet und sein Leben durch verschiedene Aktivitäten abwechslungsreich gestaltet, kann davon nachhaltig profitieren. Denn bereits ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft kann dabei helfen, die Glückshormone in Schwung zu bringen.

2. Verbringe viel Zeit mit anderen Menschen

„Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt“, so ein Zitat von Albert Schweitzer. Dabei kann uns die Gesellschaft von Menschen auch dabei helfen, es zu erlangen. Wer soziale Kontakte sucht und sich mit Menschen umgibt, steigert laut Forschung die Chance, das eigene Glück zu vermehren. Positiver Nebeneffekt: Gemeinsam mit Freunden und Familie lässt sich der Weg zum Glück besser bestreiten als alleine.

3. Erhöhe deine Produktivität durch sinnvolles Tun

Während für manche der Beruf die Verwirklichung einer Passion bedeutet, ist er für andere ein notwendiges Übel, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Angesichts der Menge an Lebenszeit, die wir auf der Arbeit verbringen, sollten wir daher bei der Wahl einer Beschäftigung darauf achten, die Schnittmenge zwischen Dingen, die uns privat erfreuen und beruflichen Aufgaben möglichst zu maximieren.

Denn wer einer sinnstiftenden Arbeit nachgeht und dabei Spaß hat, schafft damit gleichzeitig auch die besten Voraussetzungen dafür, privat glücklich zu sein und die eigene Produktivität zu steigern. Auch neben der Arbeit gibt es verschiedene Möglichkeiten, das eigene Glück durch sinnvolle Tätigkeiten wie etwa einem Ehrenamt zu steigern und gleichzeitig Menschen in unserem Umfeld zu unterstützen.

4. Glück ist Planungssache

Organisation ist das halbe Leben – das gilt auch für die Planung des persönlichen Glücks. Wer einfach in den Tag hinein lebt, läuft Gefahr, Chancen zu verpassen und das große Ganze aus den Augen zu verlieren. Langfristige Zielsetzungen und Planung können daher eine effektive Hilfestellung sein, um unsere Energie gezielter einzusetzen und uns auf der Landkarte des Glücks in die richtige Richtung zu orientieren.

5. Sorgen sind kontraproduktiv

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version