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12 Prozent mehr deutsche Gäste als im Vorjahr

wochentlich.deBy wochentlich.de4 November 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Rekordzahlen

„Trump-Slump“ in den USA hilft Kanada-Tourismus


04.11.2026 – 13:10 UhrLesedauer: 3 Min.

Jasper National Park in Alberta: Die kanadischen Rocky Mountains spiegeln sich in der Oberfläche des Talbot-Sees.Vergrößern des Bildes

Jasper National Park in Alberta: Die kanadischen Rocky Mountains spiegeln sich in der Oberfläche des Talbot-Sees. (Quelle: Mike Grandmaison)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Immer mehr Deutsche entdecken Kanada. Der nördliche Nachbar der USA meldet steigende Zahlen aus dem Tourismusbereich.

Wegen der verschärften Einreisepolitik der Trump-Regierung haben in diesem Jahr viele Urlauber von ihren USA-Reiseplänen Abstand genommen. Nordamerika-Fans zog es stattdessen nach Kanada, den nördlichen Nachbarn der USA. Dabei gehen die stärksten Zuwächse unter den europäischen Märkten auf die Deutschen zurück.

Deutsche zieht es nach Kanada

Während die USA weiter auf ein Ende der Talfahrt der Gästezahlen hoffen, melden Kanadas Tourismusverantwortliche deutliche Zuwächse. Im August 2026 – dem wichtigsten Reisemonat des Jahres – kamen 2,8 Millionen Übernachtungsgäste ins Land, ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aktuelle Zahlen des Canadian Tourism Data Collective zeigen. Das Wachstum lag damit sogar über dem der sieben Monate davor. Seit Jahresbeginn zählt Kanada 14,5 Millionen Übernachtungsgäste, 5,1 Prozent mehr als 2025.

  • Nicht optional: USA führen neue Visagebühr ein
  • WM in den USA: Tourismus-Boom blieb aus

Zwölf Prozent mehr deutsche Gäste

Besonders dynamisch entwickelt sich die Zahl der Touristen aus Deutschland. Knapp 259.000 reisten in den ersten acht Monaten des Jahres nach Kanada – ein Zuwachs von zwölf Prozent. Damit ist Deutschland der am stärksten wachsende europäische Kernmarkt der staatlichen Tourismusagentur Destination Canada, wie das deutsche Branchenblatt „fvw Travel Talk“ berichtet. Zum Vergleich: Alle von der Agentur betreuten Überseemärkte legten zusammen im gleichen Zeitraum nur um 3,4 Prozent zu.

Der mit Abstand größte Quellmarkt für Kanadas Tourismus bleibt allerdings das Nachbarland im Süden. Zehn Millionen US-Amerikaner reisten in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 nach Kanada, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. „Dabei profitierte das Land maßgeblich von der Erholung aus dem dominierenden Quellmarkt USA“, heißt es bei „fvw Travel Talk“.

Milliardeneinnahmen – aber nicht für alle

Der Boom macht sich auch finanziell bemerkbar. Im zweiten Quartal 2026 nahm Kanadas Tourismusbranche 36,6 Milliarden kanadische Dollar (rund 23 Milliarden Euro) ein. Das sind dem Canadian Tourism Data Collective zufolge acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum – die höchste Wachstumsrate seit zwei Jahren. Im gesamten ersten Halbjahr summierten sich die Einnahmen auf 66,2 Milliarden kanadische Dollar (42 Milliarden Euro). Ein Plus von 7,1 Prozent, so die Statistiker.

Dass die Einnahmen stärker steigen als die Gästezahlen, bedeutet für Hotels, Veranstalter und Attraktionen jedoch nicht automatisch mehr Geld. Laut den Tourismusexperten von „fvw Travel Talk“ geht das Plus vor allem auf gestiegene Ausgaben für Verkehrsmittel zurück. Sie wuchsen um 11,5 Prozent und machten mehr als ein Drittel aller Ausgaben des Quartals aus. Den größten Sprung verzeichneten dabei die Ausgaben für Kraftstoff mit einem Plus von 20,5 Prozent. Schlechte Nachrichten für alle, die Kanada mit dem Auto erkunden wollen.

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