Remis gegen Schalke

„Wagner raus“-Rufe: FC-Fans lassen Frust am Trainer aus

25.10.2026 – 08:49 UhrLesedauer: 2 Min.

FC-Coach René Wagner nach dem Unentschieden gegen Schalke: Die Stimmung bei den Fans wird zusehends schlechter. (Quelle: IMAGO/Jordy Fourgon/imago)

Der 1. FC Köln bleibt im eigenen Stadion ungeschlagen. Zufrieden sind die Fans trotzdem nicht. Nach dem 0:0 gegen Schalke 04 wird die Kritik an Trainer René Wagner immer lauter.

Die Geduld einiger Fans des 1. FC Köln scheint aufgebraucht. Beim torlosen Unentschieden gegen den FC Schalke 04 entlud sich der Frust der Anhänger zunehmend gegen Trainer René Wagner. Schon während der zweiten Halbzeit waren im Stadion erste „Wagner raus“-Rufe zu hören. Nach dem Abpfiff wurde die Kritik noch deutlicher.

Auslöser für die ersten Proteste war die Auswechslung von Mikey Moore in der 68. Minute. Teile des Publikums quittierten die Entscheidung mit lautstarken Forderungen nach einem Trainerwechsel. Als die Partie wenig später ohne Tore endete, folgten ein Pfeifkonzert und weitere, noch lautere Rufe gegen Wagner.

  • Unentschieden gegen Schalke: Mit dieser Leistung muss der 1. FC Köln aufpassen
  • Zusammenstoß im Stadion: Blutiger Vorfall bei Spiel gegen Schalke – Kölner helfen

Der FC-Coach zeigte Verständnis für die Unzufriedenheit. „Die Erwartungshaltung hier im Stadion ist riesig. Es ist ein Privileg, hier arbeiten zu dürfen. Bei solchen Vereinen möchte man als Trainer arbeiten“, sagte Wagner nach der Partie.

Gleichzeitig verteidigte er den Auftritt seiner Mannschaft. Der Anspruch sei es gewesen, das Heimspiel zu gewinnen. Insgesamt sprach Wagner von einem „gerechten 0:0“, räumte aber ein: „Am Ende fühlt sich der Punkt vielleicht zu wenig an.“

Remis gegen Schalke: FC-Spieler stellen sich hinter Trainer Wagner

Auch innerhalb der Mannschaft waren die Reaktionen von den Rängen ein Thema. Luca Waldschmidt konnte die Forderungen nach einem Trainerwechsel nicht nachvollziehen. „Ich kann das nicht verstehen. Es ist emotional, da kommt so etwas zustande. Aber da müssen wir drüberstehen, müssen bei uns bleiben und das ausblenden“, sagte der Angreifer.

Mit der eigenen Leistung war Waldschmidt allerdings ebenfalls unzufrieden. Besonders der Auftritt nach der Pause enttäuschte ihn. „Es hat sich alles langsam und träge angefühlt. Wir sind gar nicht in die Tiefe gekommen“, kritisierte er.

Said El Mala im Spiel gegen Schalke: Der Youngster stärkte seinem Coach den Rücken. (Quelle: IMAGO/Gladys Chai von der Laage/imago)

Rückendeckung erhielt Wagner auch von Said El Mala. Der 20-Jährige gehörte gegen Schalke erneut zu den auffälligeren Kölner Spielern. Nach der Partie nahm er seinen Trainer ausdrücklich in Schutz. „Die Fans sind frustriert, das hat aber 0,0 mit dem Trainer zu tun. Die Fans dürfen sauer sein. Aber das hat mit dem Trainer hier nichts zu tun“, sagte El Mala beim Streamingdienst DAZN.

Viel Zeit, die Enttäuschung über das torlose Remis aufzuarbeiten, bleibt dem 1. FC Köln nicht. Bereits am Dienstag steht das nächste Pflichtspiel an. Im DFB-Pokal empfängt der FC um 20.45 Uhr Union Berlin. Am darauffolgenden Sonntag treffen beide Mannschaften in der Liga erneut aufeinander. Anpfiff in Berlin-Köpenick ist dann um 15.30 Uhr.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version