„Mittelgroße Stadt“ auf engstem Raum
Großeinsatz beim Festival: Was die Retter dort nie vergessen werden
Aktualisiert am 05.06.2026 – 09:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Rock im Park ist für Rettungskräfte logistisch eine der größten Herausforderungen in Bayern. Was die Sanitäter dort schon erlebt haben, lässt sich so schnell nicht vergessen.
Kein Straßenname, keine Hausnummer – aber rund 80.000 Menschen: Beim Musikfestival Rock im Park sorgen mehr als 1.700 Ehrenamtliche dafür, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. Auf dem weitläufigen Gelände stehen die Einsatzkräfte dabei vor besonderen Herausforderungen.
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Denn: Bei Rock im Park gibt es für die Einsatzkräfte lediglich Lagepläne und Planquadrate, um sich zurechtzufinden. Die Nürnberger Lokalredaktion von t-online hat erfahren, wie die Rettungskräfte auf solche Einsätze vorbereitet werden.
Rock im Park: Rettungsdienst in Zahlen
Rock im Park zähle zu den logistisch anspruchsvollsten Großveranstaltungen in Bayern. Sohrab Taheri-Sohi, Pressesprecher des Sanitätswachdienstes, vergleicht den Veranstaltungsort mit einer „mittelgroßen Stadt“ – nur, dass die rund 80.000 Menschen in dieser „Stadt“ auf einer viel kleineren Fläche feiern. Was da medizinisch passieren kann, lässt sich kaum eingrenzen. Die Helfer rechnen nicht nur mit Blasen oder Schnittwunden.
Es könne bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung vielmehr zu einem breiten Spektrum an Zwischenfällen kommen: „vom Kreislaufproblem bis zum lebensbedrohlichen Notfall“. Was 2025 los war, zählt Taheri-Sohi auf:
- 1.125 ehrenamtliche Einsatzkräfte,
- 1.900 Schichten,
- 2.433 sanitätsdienstliche Hilfeleistungen,
- 134 Transporte ins Krankenhaus,
- 114 Rettungswagen-Einsätze,
- 125 Krankentransportwagen-Einsätze,
- 29 Notarzteinsätze.
Auf dem Gelände arbeiten mehrere Organisationen zusammen. Die Einsatzleitung übernimmt das Bayerische Rote Kreuz (BRK). Vor Ort sind auch der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Auf dem Gelände gibt es laut BRK alles, um auch die intensivmedizinische Notfallversorgung abzudecken – etwa einen Schockraum. Er dient der intensivmedizinischen Notfallversorgung und der Stabilisierung von Patienten in kritischem Zustand, bevor diese in umliegende Krankenhäuser transportiert werden.