24-Stunden-Streik
Mehr als 1.000 Bahlsen-Beschäftigte legen Arbeit nieder
20.07.2026 – 17:53 UhrLesedauer: 1 Min.
Am Dienstag beteiligen sich mehr als 1.000 Bahlsen-Beschäftigte aus der Region Hannover bei einem Warnstreik der norddeutschen Süßwarenindustrie.
Im Tarifkonflikt der norddeutschen Süßwarenindustrie machen die Beschäftigten Druck: Mehr als 1.000 Beschäftige von Bahlsen wollen am Dienstag an einem 24-Stunden-Warnstreik teilnehmen. Grund dafür seien laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die weiterhin „unzureichenden Angebote der Arbeitgeber“. Aufgerufen sind die Beschäftigten des Bahlsen-Stammhauses in Hannover, der Standorte Barsinghausen und Langenhagen sowie weiterer Betriebsteile in der Region Hannover.
Auch die Mitarbeiter weiterer Unternehmen der Süßwarenindustrie in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein nehmen am Streik teil. Die zentrale Streikversammlung findet in Lüneburg statt.
„Minimale Bewegung am Verhandlungstisch reicht nicht aus“
Finn Petersen, Verhandlungsführer der NGG und Vorsitzender des NGG-Landesbezirks Nord, sagt: „Die minimale Bewegung am Verhandlungstisch reicht nicht aus. Deshalb erhöhen die Beschäftigten jetzt den Druck. Die 24-Stunden-Streiks sind ein klares Signal: Respekt und Anerkennung zeigen sich nicht in Worten, sondern auf dem Lohnzettel.“
Bereits in den vergangenen Wochen hatten Beschäftigte der Süßwarenindustrie mit Warnstreiks ein Zeichen gesetzt. Die NGG betont aber auch ihre Bereitschaft, die Verhandlungen jederzeit konstruktiv fortzusetzen. Voraussetzung dafür sei ein deutlich verbessertes Angebot, das den Erwartungen der Beschäftigten gerecht werde und weitere Reallohnverluste verhindere, heißt es in einer Mitteilung.
