Supermond über Dresden
Die beste Uhrzeit für das Himmels-Highlight 2025
Aktualisiert am 04.12.2025 – 07:29 UhrLesedauer: 3 Min.
Dresden wartet auf das himmlische Finale: Der letzte Supermond des Jahres 2025 steht bevor. Ab Donnerstag rückt der Erdtrabant unserem Planeten extrem nah.
Über der Frauenkirche und dem Elbtal sorgt der Vollmond am Donnerstagabend für einen dramatischen Anblick. Verantwortlich dafür ist die extrem kurze Distanz zur Erde während dieses letzten Supermonds 2025. Doch Vorsicht: Wer das Phänomen in seiner vollen Größe bestaunen will, muss genau wissen, wann er in den Himmel schaut.
Astronomisch gesehen erreicht der Vollmond seinen absoluten Höhepunkt in der Nacht zu Freitag um exakt 00.14 Uhr.
Wer für den Himmelskörper nicht extra bis nach Mitternacht aufbleiben will, kann beruhigt sein: Die Scheibe wirkt schon am Abend zuvor nahezu kreisrund und hell.
Für den maximalen „Wow-Effekt“ sollten Dresdner allerdings den Freitagnachmittag anpeilen. Der Mond geht hier bereits gegen 15.30 Uhr auf. Sobald die Dämmerung einsetzt und der Mond noch tief über dem Horizont steht, wirkt er optisch am größten. Die beste Beobachtungszeit liegt daher zwischen 16.30 Uhr und 17.00 Uhr. Ein freier Blick nach Nordosten ist dafür allerdings Pflicht.
Doch der Blick in den Himmel wird diesmal zur Herausforderung. Laut der Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gibt es am Donnerstag zu Tagesbeginn noch regional größere Auflockerungen. Im Tagesverlauf könnte sich der Himmel jedoch zunehmend verdichten – die Sicht auf den Mond wird zum Glücksspiel.
Für alle Nachteulen, die den Höhepunkt um Mitternacht sehen wollen, gilt: In der Nacht zum Freitag zieht aus Südosten Regen auf. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt warnt der DWD lokal vor gefrierendem Niederschlag – statt Supermond droht also Glätte. Auch am Freitag bleibt es meist stark bewölkt bis bedeckt. Hoffnung macht die Nacht zum Samstag: Dann könnten die Wolken auflockern – der Mond nimmt zwar schon leicht ab, strahlt aber weiter kräftig über dem Elbtal.
Wer also klare Kontraste sucht, sollte versuchen, den hellsten Bereichen der City auszuweichen oder auf eine klare Lücke in den Dunstschichten hoffen.
Sollte der Himmel doch kurz aufreißen, lohnt sich der Blick nach Nordosten (Mondaufgang). Durch die optische Täuschung in Relation zu Gebäuden erscheint der Mond tiefstehend gewaltig. Rechnerisch kann die Scheibe bis zu 14 Prozent größer und 30 Prozent heller wirken als ein Vollmond in Erdferne.
