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You are at:Home»Sport»Zahlt der FC im Winter nur an den DFB statt für Transfers?
Sport

Zahlt der FC im Winter nur an den DFB statt für Transfers?

wochentlich.deBy wochentlich.de14 Dezember 2023Keine Kommentare3 Mins Read
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Zahlt der FC im Winter nur an den DFB statt für Transfers?
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Der 1. FC Köln steht zwischen zwei entscheidenden Urteilen: Nach der Pyro-Strafe des DFB erwartet der Bundesligist auch die CAS-Entscheidung im Kampf gegen die Transfersperre.

Der Strafantrag des Deutschen Fußball-Bunds, der am Mittwoch öffentlich wurde, stellte selbst für den 1. FC Köln – einen Verein, der sich mit Strafen auskennt – eine völlig neue Dimension dar: Sage und schreibe 595.000 Euro soll der Klub für das Abbrennen von Pyrotechnik beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach zahlen.

Vor dem 3:1-Derbysieg am 22. Oktober waren unzählige Feuerwerkskörper aus der Südkurve geflogen, die komplette Tribüne war durch Rauchtöpfe in Rot-Weiß getaucht gewesen. Schiedsrichter Deniz Aytekin hatte die Partie im komplett eingenebelten Rheinenergiestadion erst mit sechs Minuten Verspätung anpfeifen können.

Seit Corona: Mehr als eine Million Euro für Fan-Strafen

Und der DFB zählte sämtliche Vergehen mit, jeden einzelnen pyrotechnischen Gegenstand. Unterm Strich steht laut Regelwerk des Verbandes eine Strafe von mehr als einer halben Million Euro bevor, und diese „trifft den FC auf dem Weg schnellstmöglicher wirtschaftlicher Gesundung sehr hart“, wie Geschäftsführer Christian Keller sagt. Angesichts von mehr als 50 Millionen Euro Schulden muss Keller ohnehin jeden Euro zusammenkratzen.

Rechnet man alle Fan-Strafen zusammen, die der 1. FC Köln in den vergangenen 20 Monaten – seitdem die Corona-Pandemie abgeklungen ist und Stadien wieder gefüllt sind –, ergeben sich knapp 1,5 Millionen Euro. Eine Summe, die in der jüngeren Vergangenheit kaum ein Transfer der Geißböcke überschritten hat.

Baumgart sah „Stürmer durch die Luft fliegen“

Trainer Steffen Baumgart hatte bereits direkt nach dem Derby gegen Gladbach gemutmaßt: „Am Anfang ist wieder ein Stürmer durch die Luft geflogen“ – in Anspielung auf die damals schon befürchtete und nun ausgesprochene Pyro-Strafe. Wobei der FC in einer Mitteilung auf seiner Homepage deutliche Kritik übt.

Die Entscheidung sei „absolut zielverfehlend“, wird Christian Keller zitiert: „Die Vergabe von Verbandsstrafen in dieser Form liegt fernab der Realität der deutschen Fußball- und Fankultur. Deshalb werden wir uns weiterhin aktiv und mit Nachdruck für eine sinnvolle Anpassung des Strafbemessungsleitfadens sowie für einen angemessenen Umgang mit ebendieser Kultur einsetzen.“ Die Kölner wollen beim DFB-Kontrollausschuss beantragen, „die Strafe signifikant zu reduzieren“.

CAS-Urteil „in den nächsten Wochen“

Der FC kämpft gegen die im März von der Fifa verhängte einjährige Transfersperre. Während Keller am Sonntagnachmittag von einer „guten Ausgangsposition“ für einen Freispruch sprach, gingen Experten zuletzt eher von einer Verkürzung der Strafe auf eine Wechselperiode aus. Das hieße bei einem Urteil noch in diesem Jahr, dass die Geißböcke ohne Neuzugänge in die zweite Saisonhälfte starten müssten. Das wäre ein herber Schlag, wo Baumgart doch erst vergangene Woche betont hatte, „dass wir uns verstärken müssen“.

Der 1. FC Köln steht im Dezember 2023 also nicht nur auf dem bedrohlichen Relegationsrang, sondern auch zwischen zwei Urteilen, die über den weiteren Saisonverlauf mitentscheiden. Im besten Fall kann der Klub vor dem DFB-Kontrollausschuss eine Reduzierung der Pyro-Strafe erwirken und durch einen Freispruch des CAS auf dem Transfermarkt aktiv werden. Im schlimmsten Fall aber hat der FC nicht einmal die Möglichkeit, sein nicht vorhandenes Geld auszugeben.

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