„Viele können nicht mehr“

Eva Lys warnt vor mentaler Belastung im Tennis

05.12.2025 – 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Eva Lys (Archivbild): DIe Hamburgerin, derzeit beste deutsche Tennisspielerin, kritisiert die lange Saison. (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa/dpa-bilder)

Hamburgs Tennis-Ass Eva Lys prangert die überlange Saison und deren Folgen an. Zwischen zahlreichen Verletzungen und mentaler Erschöpfung bleibt kaum Erholung.

Die Hamburger Tennisspielerin Eva Lys hat die lange Saison und deren hohe Belastung scharf kritisiert. In einem Interview bei Sport1 betonte die 23-Jährige die zahlreichen Verletzungen sowie die mentale Erschöpfung vieler Spielerinnen und Spieler.

Eva Lys sagte: „Wir haben super viele Verletzungen – und ich möchte das Wort Burnout nicht benutzen, aber wir haben super viele, die einfach nicht mehr können, die nicht die mentale Kapazität haben, weil es einfach zu viel wird.“

Lys machte deutlich, dass die kurze Saisonpause im Tennis im Vergleich zu anderen Sportarten unzureichend sei. Sie sagte weiter: „Die Tour ist viel zu lange. In allen anderen Sportarten hat man eine gute Offseason, in der nichts passiert. Die ist im Tennis viel zu kurz. Wir haben zwei Wochen, in denen wir Urlaub machen können.“ Auch ihre eigene Gesundheit habe sie bereits dazu gezwungen, einige Turniere auszulassen, um sich zu erholen.

Auf der Damen-Tour endeten die WTA-Finals ohne deutsche Beteiligung Anfang November, während kleinere Turniere noch immer stattfinden. Die ATP Finals der Herren wurden bis Mitte November ausgetragen, gefolgt von der Endrunde im Davis-Cup. Die neue Saison beginnt bereits rund um den Jahreswechsel in Australien, was die Kritik an der kurzen Erholungszeit verstärkt.

Die Auswirkungen der langen Saison und der hohen Belastung zeigen sich auch im Nationen-Wettbewerb der Damen, dem Billie Jean King Cup. Dort sind die Deutschen Mitte November verletzungsbedingt ohne die Top-50-Spielerinnen Laura Siegemund und Tatjana Maria und am Ende auch ohne die angeschlagene Lys angetreten – und schließlich abgestiegen. Rainer Schüttler trat in der Folge als Teamchef zurück. Bis 2014 war das Turnier als Fed Cup bekannt.

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