Kunden mussten jahrelang auf Fahrzeuge warten

Wohnmobil-Spezialist meldet Insolvenz an

Aktualisiert am 01.12.2025 – 15:44 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein von HRZ umgebauter Mercedes Sprinter (Symbolbild): 30 Beschäftigte sind von der Insolvenz betroffen. (Quelle: imago stock&people/imago-images-bilder)

Lange Wartezeiten und stornierte Aufträge brachten den Reisemobil-Hersteller HRZ in finanzielle Schieflage. Das für hochwertige Umbauten bekannte Unternehmen aus Bretzfeld hofft trotz Insolvenz auf einen Neustart.

Der Wohnmobilhersteller HRZ Reisemobile aus Bretzfeld im baden-württembergischen Hohenlohekreis hat Insolvenz angemeldet. Das für hochwertige, individuelle Umbauten bekannte Unternehmen geriet in finanzielle Schieflage, weil Kunden bis zu vier Jahre auf ihre bestellten Fahrzeuge warten mussten. Rund 30 Beschäftigte sind von der Insolvenz betroffen, wie der SWR berichtet.

Laut einem Mitglied des Insolvenzverwalter-Teams führten die massiven Verzögerungen bei der Fertigung dazu, dass einige Kunden die Geduld verloren. Sie stornierten ihre Aufträge und forderten ihre geleisteten Anzahlungen zurück. Dies verschärfte die finanzielle Situation des Unternehmens erheblich.

Trotz der aktuellen Schwierigkeiten gibt es für den Wohnmobil-Spezialisten Hoffnung. Die Auftragslage sei weiterhin gut, teilte das Insolvenzverwalter-Team mit. „Wir prüfen jeden einzelnen Auftrag, ob er noch ausgeführt werden kann oder nicht“, erklärt ein Vertreter. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seien derzeit über das Insolvenzgeld abgesichert.

Die Zukunftsaussichten werden vom Insolvenzverwalter positiv eingeschätzt. Bei einem Neustart ohne finanzielle Altlasten sehe man eine gute Chance für HRZ. Auch die Belegschaft blickt optimistisch in die Zukunft. Das erklärte Ziel ist eine schnelle und tragfähige Lösung für den Betrieb und seine Beschäftigten. Unter anderem wird nach einem Investor gesucht, der dem Unternehmen neues Leben einhauchen könnte.

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