Webb und Hubble zeigen DART-Einschlag auf Asteroiden im Detail

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© NASA, ESA, CSA, and STScI

In der Nacht auf Dienstag krachte die DART-Sonde der NASA in den Asteroiden Dimorphos. Aufgenommen wurde der Zusammenstoß, mit dem die US-Weltraumbehörde Maßnahmen zur Asteroiden-Abwehr testet, auch von den Weltraumteleskopen James Webb und Hubble.

Am Donnerstag veröffentlichte die NASA die Bilder. Es sei das erste Mal, dass Webb und Hubble gleichzeitig dasselbe Ziel beobachteten, heißt es in einer Aussendung.

Vor und nach dem Einschlag

Das James-Webb-Teleskop beobachtete Dimorphos über 5 Stunden lang und nahm dabei 10 Bilder auf. Ein von der NASA veröffentlichtes Zeitraffervideo zeigt den Asteroiden kurz vor dem Einschlag und auch wie danach Materialwolken wie Strähnen vom Zentrum des Aufpralls wegströmen. Aufgenommen wurden die Bilder mit der Nahinfrarotkamera (NIRCam) des Weltraumteleskops:

Auch Hubble beobachtete den absichtlichen Crash. Die NASA hat 3 Aufnahmen der Wide Field Camera 3 (WFC3) des Teleskops nebeneinander montiert. Zu sehen ist der Asteroid dabei 22 Minuten, 5 Stunden und 8,2 Stunden nach dem Aufprall.

Insgesamt nahm das Hubble-Teleskop 45 Bilder des Asteroiden auf. In den nächsten 3 Wochen soll es das Dimorphos-Didymos-Asteroidensystem noch 10 Mal beobachten, um ein vollständigeres Bild der Auswurfwolke zu bekommen, heißt es in der NASA-Aussendung.  

Dokumentiert wurde der Aufprall auch vom kleinen Satelliten LICIACube der italienischen Raumfahrtbehörde ASI und von Teleskopen auf der Erde.

Wissenschaftliche Arbeit beginnt

Nach dem Aufprall beginnt nun die eigentliche wissenschaftliche Arbeit. Die NASA-Forscher*innen müssen nun untersuchen, ob sich die rund zwölfstündige Umlaufbahn des Dimorphos, der eine Art Mond des Asteroiden Didymos ist, durch den Einschlag der Sonde verändert hat – und wenn ja, inwiefern sie sich verändert hat. 2024 soll zur noch genaueren Erforschung dieser Frage die Mission Hera der Europäischen Raumfahrtagentur ESA starten.

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