Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 04:11 Russischer Botschafter – US-Kampfpanzer an Ukraine wären “eklatante Provokation” +++

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Ukraine-Krieg im Liveticker

+++ 04:11 Russischer Botschafter – US-Kampfpanzer an Ukraine wären “eklatante Provokation” +++

Eine Lieferung von Kampfpanzern der USA an die Ukraine stellt nach den Worten des russischen Botschafters in den Vereinigten Staaten eine “weitere eklatante Provokation” des Konflikts dar. “Wenn die Vereinigten Staaten beschließen, Panzer zu liefern, dann kann man einen solchen Schritt definitiv nicht mit dem Argument der “Verteidigungswaffen” rechtfertigen. Dies wäre eine weitere eklatante Provokation gegen die Russische Föderation”, heißt es in einer Stellungnahme des russischen Botschafters Anatoli Antonow auf Telegram. Es sei offensichtlich, dass die Regierung in Washington gezielt auf eine strategische Niederlage Russlands hinwirke.

+++ 02:44 Schwedens Ministerpräsident zu NATO-Beitritt: Die Lage ist ernst +++
Angesichts des NATO-Streits mit der Türkei weist Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson auf die Bedeutung eines zügigen Beitritts zu dem Verteidigungsbündnis hin. Keine Frage sei wichtiger für die nationale Sicherheit, sagt Kristersson auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Alle im Land sollten den Ernst der Lage erkennen. Provokateure versuchten, Schwedens Beziehungen zu anderen Ländern und somit die Aussichten auf einen Beitritt zu verschlechtern, sagt er mit Blick auf die Verbrennung eines Korans durch einen schwedischen Rechtsextremen. Schweden befinde sich in der unsichersten sicherheitspolitischen Situation seit dem Zweiten Weltkrieg, ergänzt Außenminister Tobias Billström.

+++ 01:38 Insider: USA könnten Ukraine 30 Abrams-Panzer liefern +++
Bei einer möglichen Lieferung von US-Kampfpanzern an die Ukraine könnte sich einem Insider zufolge das Engagement der USA auf etwa 30 Abrams-Panzer belaufen. Es sei möglich, dass die Regierung in Washington die Abrams mit Mitteln aus dem Finanzierungsprogramm USAI (Ukraine Security Assistance Initiative) von Verbündeten kaufe, überholen lasse und dann an die Ukraine schicke, anstatt sie aus US-Waffenbeständen zu nehmen, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Dieser Prozess könne allerdings Monate oder sogar Jahre dauern. Das US-Verteidigungsministerium war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

+++ 00:45 Melnyk lobt Scholz für “Panzer-Doppelwumms” +++
Der ukrainische Vize-Außenminister Andrij Melnyk würdigt die deutsche Entscheidung für die Lieferung von Leopard-Kampfpanzern als historisch. Auch wenn sie mit Verspätung erfolge, sei sie “ohne jeden Zweifel ein wahrer Durchbruch sowie ein Gamechanger für die Ukraine auf dem Schlachtfeld”, sagt Melnyk. “Das wird in die Geschichte eingehen.” Dass Scholz scheinbar sogar dabei geholfen habe, die USA von der Lieferung ihrer M1-Abrams-Panzer zu überzeugen, sei sogar “ein Panzer-Doppelwumms”, sagte Melnyk.

+++ 23:52 Kiew erfreut über Lieferung von Kampfpanzern +++
In einer ersten offiziellen Reaktion auf den Durchbruch bei den Gesprächen über die Lieferung schwerer Panzer aus dem Westen zeigt sich die Regierung der Ukraine hoch erfreut. Der Kanzleichef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, schreibt auf Telegram: “Wir werden alles haben, alles für die Rückeroberung unserer Gebiete und für die Gegenoffensive. Panzerfahrer werden sich freuen, ebenso wie Artilleristen und später auch Piloten.” Bald werde “alles wieder Ukraine” sein.

+++ 22:57 Schweizer Kommission will Waffen-Weitergabe erlauben +++
Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats der Schweiz schlägt vor, die Weitergabe von Waffensystemen durch andere Länder an die Ukraine zu erlauben. Die Empfehlung wurde mit 14 zu elf Stimmen angenommen und benötigt nun die Zustimmung des Parlaments. Die Schweiz hat bislang unter Hinweis auf ihre Neutralität Bitten von Deutschland abgelehnt, Munition aus Schweizer Herstellung an die Ukraine weiterzuliefern.

+++ 22:17 Gouverneur meldet 25 Tote durch Angriffe in Belgorod seit Kriegsbeginn +++
Bei ukrainischen Angriffen sind in der russischen Grenzregion Belgorod nach Angaben des dortigen Gouverneurs seit Beginn der militärischen Intervention in der Ukraine 25 Menschen getötet worden. “Der Feind, die Ukraine, bombardiert friedliche Dörfer, wir haben 25 Tote und 96 Verletzte”, sagt Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow in einem im Staatsfernsehen ausgestrahlten Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Damit machten die russische Behörden erstmals seit elf Monaten eine Angabe zu Opferzahlen in einer Region. Wieviele der Getöteten in dem nordöstlich der Ukraine gelegenen Gebiet Zivilisten und wieviele Soldaten waren, sagt der Gouverneur nicht.

+++ 22:03 Sie wollten Frau in Soledar evakuieren: Zwei vermisste Briten getötet +++
Bei einem Hilfseinsatz in der Ukraine sind nach Angaben der Familien zwei britische Staatsangehörige ums Leben gekommen. Dies teilt das Außenministerium in London unter Berufung auf die Angehörigen am Dienstagabend mit. Die beiden Männer im Alter von 28 und 48 Jahren, die demnach als zivile Hilfskräfte ins Kriegsgebiet gereist waren, wurden seit mehr als zwei Wochen vermisst. Der Mitteilung zufolge wurden sie beim Versuch einer Evakuierung aus der Stadt Soledar getötet. Medien in Neuseeland, wo der 48-Jährige lebte, zitieren eine Mitteilung seiner Eltern. Demnach wurde das Auto der Männer von Artillerie getroffen, als sie eine ältere Frau in Sicherheit bringen wollten.

+++ 21:54 Schmyhal kündigt finanzielles Ramstein-Treffen kommende Woche an +++
Die G7 haben eine Plattform ins Leben gerufen, um Spenden und Investitionen in die Ukraine zu koordinieren. Die Verantwortlichen wollen bereits nächste Woche ein sogenanntes finanzielles Ramstein-Treffen abhalten, sagt der ukrainische Ministerpräsident Denys Shmyhal. Die Plattform werde dabei helfen, “die Stabilität des ukrainischen Staates” zu sichern, fügt er hinzu.

Die früheren Entwicklungen im Ukraine-Krieg lesen Sie hier.

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