Krieg gegen Ukraine-Zivilisten: Papst vergleicht Putin mit Stalin | Politik

0
22

Der bestialische Angriff Russlands auf die Ukraine – jetzt reißt auch Papst Franziskus der Geduldsfaden in Bezug auf die Kriegstreiber in Moskau.

In seiner wöchentlichen Generalaudienz zog der Papst einen Vergleich der Verbrechen von Kreml-Despot Putin (70) mit dem Massenmörder Stalin (1878 -1 953).

Nähe im Regal – auch in der Realität? In russischen Souvenirshops – wie hier in St. Petersburg – werden Putin- und Stalin-Statuen nebeneinander angeboten

Foto: Dmitri Lovetsky/AP

„Wir denken an die Märtyrer in der Ukraine“, sagte das Kirchenoberhaupt und erinnerte an die „künstlich herbeigeführte“ Hungersnot in der Ukraine in den 1930er Jahren, der mindestens drei Millionen Menschen zum Opfer fielen.

Franziskus wörtlich: „An diesem Samstag jährt sich der schreckliche Völkermord des Holodomor, die von Stalin künstlich herbeigeführte Ausrottung von 1932 bis 1933. Beten wir für die Opfer dieses Völkermords und beten wir für die vielen Ukrainer, Kinder, Frauen und alte Menschen, die heute das Martyrium der Aggression erleiden.“

Auf düstere Papst-Worten folgten Putins Raketen

Gespenstisch: Nur Stunden, nachdem die düsteren Worte des Papstes verklungen waren, erlebte die Ukraine nach Raketentreffern auf die kritische Infrastruktur die bislang härteste Kriegsnacht mit landesweiten Stromausfällen und dem Zusammenbruch der Wasser- und Wärmeversorgung in der Hauptstadt Kiew.

Die nächtlichen Temperaturen lagen in weiten Teilen des Landes unter dem Gefrierpunkt.

Hoffnungsschimmer: Die Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren. Drei vom Netz genommenen Atomkraftwerke sollten am Donnerstag wieder anlaufen, sagte der ukrainische Energieminister German Galuschtschenko.

Der Papst hatte sich mehrfach als Vermittler im Ukraine-Krieg angedient, war allerdings auch mit umstrittenen Thesen (sprach u.a. vom „Bellen der Nato vor den Toren Russlands“) in die Kritik geraten. Immer wieder war auch eine Kiew-Reise im Gespräch, doch bislang scheiterte dieses Vorhaben – u.a. am Widerstand hochrangiger Vatikan-Diplomaten.

Vergangene Woche hatte Franziskus in einem Interview bekräftigt, dass er weiterhin Hoffnung auf eine Friedenslösung hat. „Lasst uns nicht aufgeben“, sagte er der Zeitung „La Stampa“.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein