“Fühlen sich wie zu Hause”: Schoigu dankt Belarus für Unterstützung russischer Soldaten

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“Fühlen sich wie zu Hause”

Schoigu dankt Belarus für Unterstützung russischer Soldaten

Belarus lehnt eine Beteiligung eigener Truppen am Angriffskrieg gegen die Ukraine ab. Unterstützung gibt es trotzdem, etwa für die im Land stationierten russischen Soldaten. Dafür gibt es Dank beim Besuch des russischen Verteidigungsministers.

Mehr als neun Monate nach dem Einmarsch in die Ukraine hat Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu das verbündete Nachbarland Belarus besucht. Bei einem Treffen mit Langzeit-Diktator Alexander Lukaschenko bedankte sich Schoigu für die Unterstützung der in Belarus stationierten russischen Soldaten.

“Sie fühlen sich hier wirklich wie zu Hause”, wurde Schoigu von der staatlichen belarussischen Nachrichtenagentur Belta zitiert. Gemeinsam mit seinem Amtskollegen Viktor Chrenin unterzeichnete der Minister demnach auch ein Dokument über Änderungen an einem Sicherheitsabkommen zwischen beiden Ländern. Inhaltliche Details wurden zunächst nicht bekannt.

Lukaschenko bekräftigte darüber hinaus, dass die Vorbereitungen für die Bildung einer gemeinsamen regionalen Militäreinheit der russischen und belarussischen Streitkräfte weiterliefen. Über entsprechende Pläne hatte der oft als “letzte Diktator Europas” kritisierte 68-Jährige bereits im Oktober informiert.

Belarus unterstützt Russlands Krieg gegen die Ukraine – etwa, indem es den Abschuss russischer Raketen von seinem Staatsgebiet aus zulässt. Zudem griffen russische Einheiten zu Beginn des Überfalls im Februar die Ukraine von belarussischem Gebiet aus an. Ein direktes Eingreifen seines Landes hat Lukaschenko aber wiederholt abgelehnt.

Allerdings gab es zuletzt auch Berichte über einen Vertrauensbruch zwischen Moskau und Minsk. Laut einem Brief, den ein russischer Whistleblower verfasst haben soll und von Igor Sushko von der Denkfabrik “Wind of Change Research Group” veröffentlicht wurde, stuft der russische Geheimdienst FSB Lukaschenko nicht mehr als vertrauenswürdig ein. Lukaschenko habe die Russen “vorsätzlich reingelegt”, indem er angeblich unwissentlich geheime Pläne über militärische Angriffe durchsickern ließ.

Für Spekulationen sorgte auch der plötzliche Tod des belarussischen Außenministers Wladimir Makej vor einer Woche. Lukaschenko soll in der Folge aus Angst vor einer Vergiftung seinen Koch ausgewechselt haben, wie unter anderem die britische BBC berichtete.

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